Kommt ein Stadel gefahren . . .

Vorarlberg / 15.11.2020 • 17:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dank des Lkw-Krans konnte Hämmerle den Stadel-Transport in einer Hand bewerkstelligen. Knapp wurde es bei der Brückenüberquerung.<span class="copyright">stp/2</span>
Dank des Lkw-Krans konnte Hämmerle den Stadel-Transport in einer Hand bewerkstelligen. Knapp wurde es bei der Brückenüberquerung.stp/2

Transport von Bezau nach Dornbirn war ein relativ einfaches Unterfangen.

Bezau, Dornbirn Während der zweite Teil der Rheinbrückentransporte von der Grenze in Hörbranz nach Fußach rollte, waren die Spezialtransporter von Hämmerle auch zwischen Bezau und Dornbirn unterwegs: Ein Stadel, der im Bregenzerwald einem Projekt der VKW weichen musste, wurde „am Stück“ über das Bödele transportiert. Im Vergleich mit dem Transport der Stahlfertigteile von Prag an den Rhein eine „Kleinigkeit“, die in eineinhalb Stunden erledigt war.

Für den Tunnel zu groß

„Die Route über das Bödele mussten wir wählen, weil der Stadel für den Achraintunnel zu groß gewesen wäre“, erläutert Juniorchef Fabian Hämmerle gegenüber der VN-Heimat. Deshalb wurde es auf der Durchfahrt in Schwarzenberg dann doch „eine total enge Geschichte, weil wir das Dach quer nehmen mussten. An der engsten Stelle blieben zwischen Hauskante einerseits und Straßenlaterne andererseits jeweils nur etwa fünf Zentimeter.“ Zentimeterarbeit war auch erforderlich, um in Bezau eine Brücke zu passieren, ohne Verkehrsschilder und das Schild der Bushaltestelle „abzuräumen“. Das wurde vermieden, indem der Tieflader – entgegen seiner üblichen Funktion – mit einem 60-Zentimeter-Hub die 5,50 mal 4,90 Meter große und 4,55 Meter hohe Fracht anhob, damit die Hindernisse unter dem Vordach durchrutschen konnten. Mit dem spektakulären Transport „am Stück“ wurde ein Abriss des Stadels vermieden. Dieser musste in Bezau einem Projekt der VKW weichen und Eigentümer und Stromversorger einigten sich dahingehend, das kleine Häuschen zu erhalten und an einen neuen Standort in Dornbirn zu versetzen. Mit dem Harder Spezialunternehmen fand sich schnell ein Frächter, der den Transport „in einer Hand“ erledigen konnte, denn seit einigen Jahren verfügt Hämmerle auch über einen hubkraftstarken Lkw-Kran, der mit solchen Herausforderungen locker fertig wird.

Hilfreich erwies sich bei diesem Transport der Lockdown, denn „dadurch war das Verkehrsaufkommen drastisch reduziert und die Totalsperre der Route hatte kaum Auswirkungen auf das sehr geringe Verkehrsgeschehen“, so Hämmerle. STP

Dank des Lkw-Krans konnte Hämmerle den Stadel-Transport in einer Hand bewerkstelligen. Knapp wurde es bei der Brückenüberquerung.<span class="copyright">stp/2</span>
Dank des Lkw-Krans konnte Hämmerle den Stadel-Transport in einer Hand bewerkstelligen. Knapp wurde es bei der Brückenüberquerung.stp/2

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