Stadt sichert Kanalsystem durch neuen ARA-Notüberlauf

Vorarlberg / 15.11.2020 • 17:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Bregenz erfolgt im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen ein Neubau des Notüberlaufs der Abwasserreinigungsanlage (ARA).<span class="copyright">fst</span>
In Bregenz erfolgt im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen ein Neubau des Notüberlaufs der Abwasserreinigungsanlage (ARA).fst

Start für Großprojekt im Rahmen der Hochwasserschutzmaßnahmen.

Bregenz Im Zuge der derzeitigen Hochwasserschutzmaßnahmen an der Bregenzerach ist ein Neubau des Notüberlaufs der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Bregenz notwendig. Dieser mündet derzeit noch auf der Höhe der Straße Neu Amerika in die Ach. Dazu kommt, dass der über 50 Jahre alte Ablauf, der direkt in den See führt, saniert werden müsste. Nach Prüfung diverser Varianten hat sich die Stadt dafür entschieden, beide Leitungen zu einer zusammenzufassen und diese neu zu verlegen.

Baustart erfolgt heute

Nach entsprechender Planung, Ausschreibung und Vergabe sowie wichtigen Behördenverfahren erfolgt am 16. November, der Startschuss für das Großprojekt. Es wirft Gesamtbaukosten von über sieben Millionen Euro auf. Drei Millionen Euro davon entfallen direkt auf die ARA und damit auf die Stadt als Betreiberin. Den Rest teilen sich der Bund mit 85 Prozent und die Mitgliedsgemeinden des Wasserverbands Bregenzerach-Unterlauf mit 15 Prozent.

Neues Hochwasserpumpwerk

Zum einen wird im Bereich der Kompostieranlage auf dem ARA-Gelände ein neues Hochwasserpumpwerk gebaut. Wenn es in Betrieb geht, soll es über eine maximale Förderkapazität von 4000 Litern/Sekunde verfügen. Darüber hinaus wird, um die Reinigungsleistung zu erhöhen, im Regenklärbecken eine Rechenanlage installiert.

Neue Leitung errichtet

Vom Hochwasserpumpwerk aus wird die neue Entlastungsleitung auf einer Strecke von 650 Metern zunächst in Richtung Osten und dann entlang der Grundstücksgrenze der ARA bis zum Seeufer geführt. Die Leitung hat einen Querschnitt von 1,8 Metern, sodass die meisten darin aufrecht stehen könnten. Damit aber noch nicht genug. Das überdimensionale Rohr muss dann noch einmal 250 Meter weit in den See hinausgeführt werden. Dort endet es schließlich in einer Wassertiefe von 16 Metern.

Sperren und Umleitungen

Im Zuge der Baumaßnahmen komme es zu Verkehrsbehinderungen. Ab 16. November ist die Straße Neu Amerika auf Höhe der ARA nur noch halbseitig befahrbar, also erschwert passierbar. Wenn ab Anfang Dezember mit den Rodungsarbeiten begonnen wird, müssen Fußgänger und Radfahrer, die auf dem Strandweg unterwegs sind, über den Äschen- und Karpfenweg umgeleitet werden. Diese Umleitung ist vom 24. Dezember bis zum 10. Jänner vorübergehend aufgehoben. Danach gibt es bis Ende April 2021 eine Totalsperre.

Stadtbus

Der Stadtbus verkehrt bis auf Weiteres wie gewohnt. Im Frühjahr wird die Linie 2 eine andere Route fahren. Infos dazu folgen rechtzeitig.

Auskünfte über das Projekt erteilt die Dienststelle Tiefbau im Amt der Stadt Bregenz (Tel. 05574/410-1332, E-Mail: bauabteilung@bregenz.at).

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