S-18-Gemeindegipfel in Lustenau und der gemeinsame Ruf nach Fakten

Vorarlberg / 18.11.2020 • 20:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Rege Diskussionen zwischen den Parteichefs der Lustenauer Ortsparteien wird es auch in Zukunft vor allem über die S 18 geben. <span class="copyright"> VN/Steurer</span>
Rege Diskussionen zwischen den Parteichefs der Lustenauer Ortsparteien wird es auch in Zukunft vor allem über die S 18 geben. VN/Steurer

Die Entscheidung der Asfinag ist für die Parteichefs noch alles andere als nachvollziehbar.

Lustenau Am Abend kamen in Lustenau alle sechs in der Gemeindestube vertretenen Fraktionen zusammen, um die Lage nach der Asfinag-Trassenentscheidung zugunsten der CP-Variante (Ostumfahrung Lustenau) zu erörtern. Gemeinsamer Tenor: “Wir brauchen mehr Fakten zur Analyse.” Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP) möchte vor allem wissen, warum die Z-Variante ohne Vorwarnung einfach verworfen wurde. Fischer verwies auf den gebührenden Respekt des Gipfels vor der großen Aufgabe.

Auch Martin Fitz von der FPÖ betonte die konstruktive Gesprächskultur aller anwesenden Fraktionen untereinander. “Wir sind uns alle darüber einig, dass wir sehr viel mehr wissen müssen, um dann möglichst bald wieder zusammenzukommen.” Fitz kann sich grundsätzlich eine CP-Variante vorstellen. “Es braucht auf alle Fälle eine bürgerfreundliche Lösung. Wenn es die CP werden würde, dann aber nur mit ‘Deckel drauf’.”

Über eine Straßenvariante möchte Christine Bösch-Vetter von den Grünen noch gar nicht reden, bevor nicht alles Material zur Analyse auf dem Tisch liegt. “Nur brauchen wir bald Klarheit, denn die zu bauende neue Rheinbrücke muss schließlich den zu erwartenden Verkehrsströmen angepasst werden”, sagt Bösch-Vetter.

Offen bleiben

Warum CP und nicht Z? Diese Frage beschäftigt auch Neos-Ortsparteichef Matthias Schwabegger. Er deutet an, sich mit der Ostumfahrung zumindest auseinanderzusetzen zu wollen. “Jetzt brauchen wir aber eines: Fakten, Fakten, Fakten. Darüber herrscht absoluter Konsens”, betont der Neos-Mandatar.

Manuela Lang von der SPÖ möchte in der Diskussion völlig offen bleiben. “Derzeit will sich auch noch keine Partei zum Fenster hinauslehnen”, glaubt sie.

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