VfB Hohenems 1b blickt auf bewegtes Jahr zurück

Vorarlberg / 19.11.2020 • 16:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die zweite Mannschaft des VfB Hohenems möchte die Erfolgsgeschichte aus diesem Jahr auch 2021 fortsetzen.cth
Die zweite Mannschaft des VfB Hohenems möchte die Erfolgsgeschichte aus diesem Jahr auch 2021 fortsetzen.cth

Mit Einzug ins Cup-Viertelfinale schrieb die Mannschaft Geschichte.

Hohenems Ein durchwegs abwechslungsreiches und turbulentes Fußballjahr 2020 ging für das 1b-Team des VfB Hohenems kürzlich mit der höchsten Niederlage gegen den ungeschlagenen Tabellenführer, Spg. Großwalsertal, zu Ende. „Im Rückblick überwiegen aber zweifelsfrei die positiven Erfolgsmomente und nicht ein einziges letztes Spiel“, re­sümiert Trainer Andreas von der Thannen.

Nach der coronabedingten Fußballauszeit im März und April und dem Abbruch der Frühjahrsmeisterschaft absolvierte das 1b-Team gemeinsam mit der letztjährigen Juniors-Mannschaft ab Anfang Mai zweimal wöchentlich ein „Abstandstraining“. Dabei lagen die Schwerpunkte auf Ballgewöhnung, Passspiel und Grundlagenausdauer. Nachdem die Erlaubnis für ein „Training mit Körperkontakt“ und die Terminisierung des Meisterschaftsbeginns 2020/21 auf Mitte August für alle Akteure sehr kurzfristig erfolgte, begann für die zweite Mannschaft aus Hohenems ab Juli die kurze Sommervorbereitung mit einem dichten Testspielprogramm.

Schwieriger Start in Herbstsaison

„Die lange Fußballpause war vielen Spielern in dieser Phase anzumerken, zudem startete parallel zum Fußballgeschehen die Urlaubssaison und eine verletzungsbedingte Hiobsbotschaft im Juli war die unglückliche neuerliche Meniskusblessur von Göfis-Rückkehrer und Co-Trainer Adrian Klammer, welcher dadurch das 1b-Team im Herbst nur von der Seitenlinie aus unterstützen konnte“, so von der Thannen.

Eine Woche vor Meisterschaftsstart bestritten die Gelb-Blauen das Cupspiel der 1. Runde im Hochmontafon. Nach dem 2:4-Auswärtssieg in St. Gallenkirch feierte man in den folgenden Cuprunden noch dreimal knappe Last-Minute-Siege in der Nachspielzeit und konnte mit dem 2:1-Heimsieg gegen Liga-Konkurrent Riefensberg am 20. Oktober den Einzug ins Viertelfinale feiern. Somit überwintern die Hohenemser hochmotiviert im heimischen Cup. „Nach dem Aufstieg in die 1. Landesklasse als Vizemeister in der Saison 2018/19 kann dies unbestritten als zweitgrößter sportlicher Erfolg in der Geschichte der zweiten Mannschaft bezeichnet werden“, freut sich der Trainer.

Holprige Meisterschaft

Trotz der Superlative im Cup verlief der Meisterschaftsstart äußerst holprig. Obwohl das Team teilweise ansprechende Leistungen zeigte, stand nach drei Runden nur ein Punkt auf der Habenseite. In weiterer Folge konnten aber innerhalb einer Woche drei Spiele gegen Doren, Viktoria Bregenz und Thüringen gewonnen werden, „was neue Energie und viel Selbstvertrauen mit sich brachte“, betont von der Thannen. Die beste Saisonleistung lieferte das 1b-Team schließlich beim 4:0-Auswärtssieg in Hohenweiler.

Hohes Improvisationsgeschick

Auch in Hohenems hadert man natürlich mit den diesjährig komplizierten Rahmenbedingungen: „Quarantäne-Situationen von Spielern, kurzfristig abgesagte und verschobene Spiele, Benützungsverbot der Kabine, Mehrfachbelastungen durch 1c- und U18-Spiele. Trotzdem zeichnet sich die Mannschaft für ihr hohes Improvisationsgeschick aus, die ein gewisses spielerisches Niveau, trotz personellem Rotationszwang immer abrufen konnte“, erklärt der Coach und lobt auch die zahlreichen Juniors-Spieler, die zu Leistungsträgern im 1b herangereift sind. Unabhängig von Ergebnissen und Punkten, standen beim 1b-Team aber auch die Begeisterung und Freude am Fußballsport sowie Geselligkeit und Humor im Vordergrund. Beste Voraussetzungen also, um auch in der kommenden Saison in der 1. Landesklasse ganz vorne mitzumischen. cth

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