BioNtech und Pfizer beantragen Zulassung in den USA

Vorarlberg / 20.11.2020 • 21:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

mainz, washington Das Mainzer Unternehmen BioNtech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Das berichteten beide Firmen am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Lieferung des Impfstoffs BNT162b2 könnte Ende dieses Jahres beginnen, sollte es eine Genehmigung geben, hatte BioNtech bereits mittgeteilt.

Vielversprechende Ergebnisse

BioNtech und Pfizer sind die ersten westlichen Hersteller, die vielversprechende Studienergebnisse veröffentlicht und eine Notfallzulassung bei der FDA beantragt haben. Zuvor hatten die Unternehmen bekanntgegeben, dass die Impfung einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 biete. Die FDA muss den Antrag nun prüfen. US-Experten zeigten sich zuversichtlich, dass es vor Jahresende ein Ergebnis der Prüfung geben könnte. Für Corona-Impfstoffe gilt ein beschleunigter Zulassungsprozess.

Bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA und in weiteren Ländern reichen BioNtech und Pfizer permanent Daten ein. Mit diesem rollierenden Verfahren können Hersteller schon vor dem kompletten Zulassungsantrag einzelne Teile zu Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit eines Präparats weitergeben. Einen kompletten Antrag haben sie bei der EMA noch nicht gestellt. In der zweiten Dezemberhälfte könnte ein erster Impfstoff in Europa jedoch zugelassen werden, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen unter Bezug auf EMA-Informationen.

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