Buchstäblich steiniger Weg zum neuen Kunstrasenplatz

Vorarlberg / 20.11.2020 • 15:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
<p class="caption">Trotz Corona gibt es bei der Tribüne samt Infrastruktur planmäßige Fortschritte, sodass die Fertigstellung zum 75-Jahr-Jubiläum des FC realistisch ist.</p><p class="caption"/>

Trotz Corona gibt es bei der Tribüne samt Infrastruktur planmäßige Fortschritte, sodass die Fertigstellung zum 75-Jahr-Jubiläum des FC realistisch ist.

Schlechte Bodenverhältnisse erfordern in Bruno-Pezzey-Arena spektakuläre Maßnahmen.

Lauterach „Doch, das wird tatsächlich der neue Kunstrasenplatz“, versichert Bürgermeister Elmar Rhomberg bei einem Lokalaugenschein auf der Baustelle der Bruno-Pezzey-Arena. Es wird aber buchstäblich ein steiniger Weg, bis die Nachwuchskicker auf dem Kunstrasen hinter dem Ball herjagen können.

Einzigartige Vorbereitung

Dass für Bauwerke oder Straßen nicht nur Pilotierungen, sondern oft auch Vorschüttungen zur Bodenverdichtung notwendig sind, um den Baugrund zu stabilisieren, ist speziell am Riedrand für die Statiker Alltag – aber für einen Fußballplatz . . . ?

„Als die Bauarbeiter die oberste Humusschicht abgetragen haben, sind sie regelrecht eingesunken, so weich und instabil war die darunterliegende Schicht“, erläutert der Gemeindechef. Mit schlechten Bodenverhältnissen habe man ja gerechnet, dass es aber so dick kommen würde, habe dann doch überrascht. Die Fachleute kamen zu dem Schluss, dass dieser Untergrund nicht einmal die Anlage eines Kunstrasenplatzes zulässt. Deshalb entschlossen sie sich zu einer ungewöhnlichen Maßnahme und einer wohl einzigartigen Vorbereitung für den Bau eines Fußballplatzes: Das Gelände wird verdichtet und mehr als mannshoch komplett aufgeschüttet, sodass es derzeit eher einem Steinbruch denn einem Fußballplatz ähnelt.

Gelände des A-15-Knotens

Wie lange diese Aufschüttung hinter der Tribüne liegen bleiben muss, hängt davon ab, wie schnell sich das Gelände stabilisiert. „Mir wird berichtet, dass sich die Aufschüttung schon bis zu 30 Zentimeter gesenkt hat“, erläutert Rhomberg, der daran erinnert, dass „hier vor fast 50 Jahren der Knoten für die A 15, später S 18, gebaut werden sollte. Etwa da, wo wir jetzt stehen, wäre die Riedautobahn Richtung Schweiz verlaufen . . .“

Eröffnung zum Jubiläum

Im Lichte solcher außergewöhnlichen Maßnahmen, die für einen Fußballplatz erforderlich sind, wird auch die Entscheidung der Asfinag verständlich, dass in diesem Gelände keine Riedstraße – noch dazu teilweise mit Tunnelführung – realisierbar ist, zumal auch der Status Natura 2000 der Z-Variante entgegensteht. Den Problemen schlechter Bodenverhätnisse zum Trotz bleibt Bürgermeister Rhomberg dennoch optimistisch: „Der Zeitplan, dass wir mit Beginn der Frühjahrsmeisterschaft im März den Spielbetrieb in der provisorisch fertiggestellten Arena wieder aufnehmen können, gilt weiterhin – sofern dies auch Corona zulässt. Auch die komplette Fertigstellung bis Mai sollte möglich sein, sodass die feierliche Eröffnung der Anlage passend zum 75-Jahr-Jubiläum des FC Lauterach stattfinden kann. Auch hier gilt die Einschränkung, dass wir von der Entwicklung der Coronakrise abhängig sind – und auch für den Kunstrasenplatz wird es sich möglicherweise nicht ausgehen . . .“ STP

„Als die Bauarbeiter die oberste Humusschicht abgetragen haben, sind sie regelrecht eingesunken.“

<p class="caption">Trotz Corona gibt es bei der Tribüne samt Infrastruktur planmäßige Fortschritte, sodass die Fertigstellung zum 75-Jahr-Jubiläum des FC realistisch ist.</p><p class="caption"/>

Trotz Corona gibt es bei der Tribüne samt Infrastruktur planmäßige Fortschritte, sodass die Fertigstellung zum 75-Jahr-Jubiläum des FC realistisch ist.

<p class="caption">Die Bodenverhältnisse sind so schlecht, dass durch Vorschüttung der Boden verdichtet werden muss, bevor der Kunstrasenplatz angelegt werden kann. <span class="copyright">STP/2</span></p><p class="caption"/>

Die Bodenverhältnisse sind so schlecht, dass durch Vorschüttung der Boden verdichtet werden muss, bevor der Kunstrasenplatz angelegt werden kann. STP/2

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.