Coronasünde kann teuer werden

Vorarlberg / 20.11.2020 • 18:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Polizei kündigt Schwerpunktkontrollen an, auch gegen Einkaufsfluchten.

Bregenz Wer derzeit in die Schweiz, nach Liechtenstein oder Deutschland fährt, darf nicht einfach kaufen, was er möchte. Denn die Ausgangsbeschränkungen erlauben nur die Abdeckung der Grundbedürfnisse, bestätigt Landesrat Christian Gantner einen entsprechenden Bericht der VN vom Freitag.

„Solche Verstöße gegen die Ausgangsregelungen sind nicht nur ein Schlag gegen die heimischen Gastronomie- und Tourismusbetriebe, sondern gefährden die Gesundheit aller“, appelliert der Landesrat an den Hausverstand. Die Gesundheitsbehörden und Polizei werden bei den COVID19-Kontrollmaßnahmen auch die Einhaltung der Quarantäne- und Ausgangsbestimmungen prüfen. Um den grenzüberschreitenden Einkaufstouren und die Kundenanzahl in Einkaufsbereichen Herr zu werden, wird es speziell an den Wochenenden zu Schwerpunktkontrollen kommen.

Strafen drohen

Laut Richtwerten der Bezirkshauptmannschaften drohen Privatpersonen, die sich nicht an die Regeln halten, Strafen von bis zu 300 Euro, Betrieben bis zu 3000 Euro (Grafik). Wer die behördlich angeordnete Quarantäne bricht, muss laut Richtwert eine Geldstrafe von bis zu 600 Euro zahlen. Ein Quarantänesünder kann sich unter Umständen auch gerichtlich strafbar machen. Der Grund: Eine Corona-Infektion ist eine anzeigepflichtige Krankheit nach dem Epidemiegesetz. Wer vorsätzlich so handelt, dass eine solche Krankheit unter Menschen verbreitet werden könnte, kann eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren ausfassen. Bei fahrlässiger Begehung solcher Handlungen droht eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe von bis zu 720 Tagessätzen. Seit dem 13. November haben die Bezirkshauptmannschaften in Vorarlberg bei 497 Quarantänekontrollen durchgeführt und dabei 16 Verstöße festgestellt. VN-ebi, rau

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