Pandemie erschwert Rettern im Bezirk die tägliche Arbeit

Vorarlberg / 20.11.2020 • 15:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Infektionsgefahr erschwert auch den Rettern vom Roten Kreuz die Arbeit.mima
Die Infektionsgefahr erschwert auch den Rettern vom Roten Kreuz die Arbeit.mima

Beim Roten Kreuz spielt die aktuelle Situation notgedrungen eine Rolle.

Dornbirn Trotz Pandemie und Ausnahmesituation sind die Mitarbeiter des Roten Kreuzes weiterhin rund um die Uhr für die Bevölkerung im Einsatz. Die Coronakrise bringt aber auch die Sanitäter im Rettungsdienst teilweise an ihre Grenzen.

Die Rettungssanitäter sind auch in der Krisenzeit rund um die Uhr im Einsatz und dabei wird von jedem einzelnen Mitarbeiter einiges abverlangt. „Die größte Herausforderung derzeit ist bestimmt die tägliche Ungewissheit. Jeder Patient ist auch ein möglicher Corona-Verdachtsfall. Bei Verdachtsfällen und natürlich auch bei bestätigten Coronaerkrankungen müssen wir zu unserer standardisierten Schutz­ausrüstung eine spezielle Ausrüstung für Infektionstransporte tragen. Das erschwert die Patientenbehandlung sowie den Transport von Patienten zusätzlich“, erklärt Michael Rüdisser, Kommandant der Rettungsabteilung Dornbirn. In weiterer Folge werden die Rettungsfahrzeuge nach jedem beendeten Transport einer gründlichen Grundreinigung unterzogen und die Autos werden bis in den letzten Winkel gesäubert. „Das benötigt Zeit und ist vor allem in den Nachtstunden eine zusätzliche Belastung für unser Personal“, gibt der Dornbirner Abteilungsleiter einen weiteren Einblick.

Das Beste daraus machen

„Um jederzeit voll einsatzfähig zu sein, wurden bereits in der Anfangsphase der Covid-19-Krise die entsprechenden Maßnahmen gesetzt“, gibt der Lustenauer Rettungssanitäter Marcel Holzer zu verstehen, dass man beim Roten Kreuz gut vorbereitet war. Allerdings müssen die Retter in dieser Zeit etwas flexibler agieren, da es aufgrund der laufenden Änderung der Lage auch immer wieder zu neuen Dienstplänen und neuen Mannschaftseinteilungen kommt, wie der Hohen­emser Dienstellenleiter Bertram Märk in einem Beitrag erklärt. „Wir versuchen aber trotzdem, das Beste aus der momentanen Situation zu machen“, gibt der Emser Sanitäter zu verstehen.

Hoher Zusammenhalt

Die Einsatzzahlen beim Roten Kreuz liegen derzeit ebenso weit über dem Durchschnitt, wobei neben dem Coronavirus auch die Jahreszeit und die dazugehörigen Erkältungen im Moment die Arbeit der Rettungssanitäter nicht einfacher machen. Dazu kommt, dass auch Schulungen auf das Notwendigste eingeschränkt sind und auch das aktive Vereinsleben nicht stattfindet. „Es ist jedoch sehr erfreulich, dass der Zusammenhalt in unserem Team sehr hoch ist und wir so mit einer tollen Einsatzmannschaft die Pandemie bewältigen können“, dankt Kommandant Michael Rüdisser auf diesem Wege seinem Team und fügt hinzu, dass der Vereinsvorstand laufend in Form von Videobotschaften und viel persönlicher Kommunikation das Team motiviert. mima

„Die größte Herausforderung derzeit ist bestimmt die tägliche Ungewissheit.“

Die Infektionsgefahr erschwert auch den Rettern vom Roten Kreuz die Arbeit.mima
Die Infektionsgefahr erschwert auch den Rettern vom Roten Kreuz die Arbeit.mima

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