Schöbi-Fink sucht Dialog mit protestierenden Schülern

Vorarlberg / 20.11.2020 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schöbi-Fink sucht Dialog mit protestierenden Schülern

Ende des Praxisunterrichts ist jedoch nicht vorgesehen.

Bregenz Schullandesrätin Barbara Schöbi-Fink (59, ÖVP) hat auf die Proteste von Schülervertretern berufsbildender Schulen reagiert, die sich wegen des auch im Lockdown stattfindenden praktischen Unterrichts in Werkstätten und Küchen entzündet hatten.

„Die Entscheidung, die sachpraktischen Übungen vom Lockdown auszunehmen, sind in Wien gefallen“, macht Schöbi-Fink deutlich. Dass dieser praktische Unterricht nicht Teil des Schulschließungspaket sei, habe sich auch aus den Erkenntnissen des ersten Lockdowns ergeben. „Damals haben viele Schüler und Lehrer ausdrücklich gewünscht, dass die praktischen Übungen nicht von der Schulschließung betroffen sein sollten.“

Die Vorarlberger Schullandesrätin hält diese Entscheidung auch für richtig. „Dieser Unterricht soll in kleinen Gruppen unter strenger Einhaltung aller Sicherheitsregeln stattfinden. Der Ausfall dieser Stunden ist ja auch kaum zu kompensieren“, gibt Schöbi-Fink zu bedenken und setzt auf flexible Lösung an den Standorten, die auch von den Krisenteams unterstützt werden.

Masken für Lehrer sind da

Dennoch möchte sie sich mit den Sorgen der Schüler auseinandersetzen. „Selbstverständlich bin ich zu einem Gespräch bereit und lasse mir gerne die persönliche Situation der Schüler im Zusammenhang mit diesem praktischen Unterricht schildern“, erklärt die Landesrätin.

Lange hatte sie mit ihren Schulratskolleginnen und -kollegen aus den anderen Bundesländern für ein Offenhalten der Schulen gekämpft, musste letztlich jedoch die Entscheidung von höchster Stelle zur umfassenden Schulschließung zur Kenntnis nehmen.

Positive Neuigkeiten gibt es von der Lehrerfront. Die von vielen Pädagogen sehnlichst gewünschten FFP 2-Masken sind endlich angekommen. „Derzeit ist die Auslieferung der Masken voll im Gang. Weitere Bestellungen wurden ebenfalls getätigt“, vermeldete am Freitagnachmittag Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani. Noch am Donnerstag hatten Lehrer ihren Unmut über die noch nicht gelieferten Masken kundgetan. VN-HK

„Beim ersten Lockdown forderten viele Lehrer und Schüler den praktischen Unterricht.“

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