Schutzwaldprojekt erweitert

Vorarlberg / 22.11.2020 • 17:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Projekt Känzele­felsen für Bregenz und Kennelbach.

Bregenz, Kennelbach Bereits in den vergangenen zehn Jahren hat die Stadt Bregenz verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Langenerstraße und des angrenzenden Bregenzer und Kennelbacher Siedlungsraums unterstützt. Zum einen wurden Erschließungswege und Steinschlagschutznetze errichtet. Zum anderen erfolgten auch Eingriffe mit Blick auf einen verjüngten und standortgerechten Forst, um dessen Schutzfunktion zu erhöhen.

Ältere Bäume durch neue ersetzen

Daran soll nun ein weiteres Projekt zur Sicherung gegen Steinschläge, Rutschungen, Muren und dergleichen anschließen. Dabei geht es im Wesentlichen um die Entnahme der noch verbliebenen überalterten Buchen sowie jener Bäume, die von dem bekannten Eschentriebsterben betroffen sind – etwa im Bereich
des „Fallenden Bachs“. Die solchermaßen entstehenden Lücken werden durch vitalere und klimawandelangepasste Jungbaumbestände wieder geschlossen. Es sind aber nicht nur ökologische Maßnahmen vorgesehen. Zum Beispiel soll auch – gemeinsam mit den Feuerwehren – ein Konzept gegen die zunehmende Waldbrandgefahr erstellt werden.

Im Bregenzer Stadtrat wurde dieser Tage jedenfalls eine Mitfinanzierung durch die Stadt genehmigt. Stadtrat Heribert Hehle, der u. a. für Klimaschutz, aber auch für Land- und Forstwirtschaft zuständig ist, meint dazu: „Klimaschutz ist kein theoretisches Konzept, sondern besteht aus einer Vielzahl konkreter Maßnahmen. Daher ist es wichtig, dass unsere Klimawandelanpassungsstrategie auch in der Aufforstung zum Schutz des Siedlungsraums Niederschlag findet.“

Kostenaufteilung

Das Projekt Känzelefelsen ist auf 30 Jahre angelegt und kostet rund 1,32 Millionen Euro. Daran beteiligt sich die Stadt mit 1,5 Prozent oder 19.800 Euro und im Verhältnis dieser Beitragsleistung auch an der späteren Instandhaltung. Die noch stärker betroffene Gemeinde Kennelbach ist mit 4,5 Prozent oder knapp 59.400 Euro dabei. Den Großteil des Projekts finanzieren der Bund (60 Prozent) und das Land Vorarlberg (34 Prozent).

„Klimaschutz ist kein theoretisches Konzept, sondern besteht aus einer Vielzahl konkreter Maßnahmen.“

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