Rätsel um Beute aus Standtresor

Vorarlberg / 24.11.2020 • 22:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Angeklagte wegen Diebstahls vor Gericht. Unklar ist allerdings die Höhe der gestohlenen Summe.

Feldkirch Im Juni stahlen Diebe aus einem Standtresor einer Oberländer Firma Geld, so viel steht fest. Das gibt der Erstangeklagte bei der Verhandlung am Landesgericht Feldkirch auch unumwunden zu. Während sich die Hose des korpulenten knapp Vierzigjährigen an der Hüfte kontinuierlich über dessen Gesäß nach unten arbeitet, räumt er bereitwillig ein: „Das ist klar, ich war da dabei, das gebe ich auch zu. Ich will nichts schönreden, ich war voll mit Alkohol und Amphetaminen und bin einfach mitgegangen.“

Er hat einige Vorstrafen, doch das ist lange her. Mindestens 10.000 Euro haben sich an Schulden angesammelt, mit den 1000 Euro Invaliditätspension versucht er auszukommen. Er wird bis aufs Existenzminimum gepfändet.

Dummer Zufall

Im Standtresor der Firma befindet sich normalerweise nicht allzu viel Geld. Doch der Geschäftsführer hielt darin 7000 Euro bereit. Das wollte er angesichts des Baufortschrittes für seinen privaten Pool verwenden. Das Geld war hergerichtet, doch mitgenommen wurde es dann von den zwei Dieben. Den Schlüssel zum Tresor fanden sie im Büro. Daneben, so ein Zeuge, seien noch 1000 Schilling verwahrt gewesen, rund 300 Schweizer Franken und 1800 Euro von einem Freizeitverein. Der Erstangeklagte behauptet, er habe den Tresor nicht geöffnet und auch nicht gesehen, wie viel Geld sein Komplize rausgenommen habe.

Portemonnaie vergraben

Der Zweitangeklagte, derzeit noch in einer Justizanstalt im Osten untergebracht, behauptet, es seien in etwa zwei- bis dreitausend Euro im Tresor gewesen.

Die zwei Geldtaschen, so erzählt der Erstangeklagte, habe sein Kumpel vergraben. Einfach ein Loch gemacht, Portemonnaie hinein und Erde drauf. Auch mit der Wegnahme einer Glock-Pistole samt 13 Stück Munition habe er nichts am Hut, versichert der Mann. 1000 Euro habe er während des Weglaufens vom Firmengebäude vom Komplizen bekommen, mehr aber nicht.

Die 700 Euro, welche die Polizei bei der Hausdurchsuchung fand, seien inzwischen ebenfalls an den Geschädigten zurückgegeben worden.

Der Coup sei nicht geplant gewesen, er habe den anderen getroffen und sei einfach mitgegangen. Der Prozess muss vertagt werden, weil nicht restlos geklärt werden kann, wie viel Geld gestohlen wurde. Im Dezember geht es weiter. EC

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