Liechtenstein öffnet Restaurants

Vorarlberg / 25.11.2020 • 22:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Trotz hoher Fallzahlen nimmt das Fürstentum erste Lockerungen vor.

Schwarzach Vor einem Monat war Liechtenstein das erste Land im deutschsprachigen Raum, das Lokale geschlossen hat. Jetzt schreitet das Fürstentum vor Österreich zur Öffnung: Ab Montag dürfen Bars und Restaurants wieder Gäste empfangen – allerdings unter strengen Auflagen und zeitlich begrenzt.

Seit 8. November sinkt die Zahl bestätigter Infektionen pro 100.000 Einwohner  und Woche in Liechtenstein tendenziell. Zunächst betrug sie 612, am Mittwoch handelte es sich um 341. Das entspricht dem Niveau des Kantons St. Gallen. Vorarlberg liegt mit 451 deutlich darüber.

Die zweite Welle hat auch Liechtenstein hart getroffen: Wurde im Frühjahr ein Todesfall im Zusammenhang mit der Pandemie verzeichnet, so waren es im Herbst bisher 13. Auch kommen täglich weitere Infektionen dazu; es sind jedoch weniger geworden. Daher werde man die Schließung der Gastronomie auslaufen lassen, teilte die Regierung mit. Die Auflagen sind aber streng: Um 23 Uhr ist Sperrstunde. Pro Tisch dürfen maximal sechs Personen zusammensitzen, zwischen einzelnen Runden ist mindestens eineinhalb Meter Abstand vorgeschrieben. Diskotheken und Tanzlokale bleiben zu. Die Einhaltung der Auflagen werde „systematisch überprüft“.

In Österreich wird es kommende Woche erst einen Fahrplan für mögliche Lockerungen geben. Hier beläuft sich der Zahl bestätigter Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche auf 415. Die Unterschiede nach Bundesländern sind groß: Wien, das lange die höchste Inzidenz aufwies, hält nun mit 285 die niedrigste. In Salzburg ist sie mit 608 zweimal größer. Es gibt zwar überall Rückgänge, sie sind jedoch zu klein: Wenn sie in Folge des harten Lockdowns nicht größer werden, gibt es bis Weihnachten kein Bundesland mit einer Inzidenz von weniger als 50.

Tschechien galt bisher als ermutigendes Beispiel: Dort war die Inzidenz bis Ende Oktober auf 841 explodiert. Ein harter Lockdown führte zu einem Rückgang. Seit einigen Tagen steckt die Inzidenz jedoch bei 300 fest und ist zuletzt sogar leicht gestiegen. JOH

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