Orgelsanierung hat begonnen

Vorarlberg / 25.11.2020 • 16:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stück für Stück werden die Teile der Orgel geprüft.
Stück für Stück werden die Teile der Orgel geprüft.

Orgelbaufirma aus der Schweiz ist jetzt in der Kirche St. Martin zugange.

Dornbirn Die morgendliche Stille in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Dornbirn wurde am Montagmorgen unterbrochen. Ein Gerüst wurde aufgestellt und Werkzeuge aller Art hinauf zur Empore gebracht. Der Grund dafür stellte sich bald heraus: Die Sanierung für die große Orgel hat begonnen.

Wie bereits berichtet, wird die Behmann-Orgel, die mit ihrem einzigartigen Klang die Kirchenbesucher erfreut, einer groß angelegten Revision unterzogen. Das bedeutende historische Instrument wurde bereits 1927 von Josef Behmann erbaut. Wegen Verschmutzung und Schimmelbefall ist eine Restaurierung notwendig. Alle 20 bis 25 Jahre muss eine Revision durchgeführt werden, erklärt Matthias Hugendobler, der Chef der Orgelbaufirma Kuhn. Die Orgel wird gereinigt, desolate Teile werden ersetzt, vor allem die klangliche Bearbeitung nehme einen großen Teil der Restaurierung in Anspruch, sagt der Fachmann aus der Schweiz.

Auch Balthasar Larisch zählt zum Team. Für ihn sei die Arbeit Freude und gleichzeitig eine Herausforderung, ein so großes Musikinstrument wieder in einen Top-Zustand zu bringen. Die Sanierung wird voraussichtlich bis Ende März 2021 dauern.

Die Kosten sind beachtlich: 360.000 Euro. Als Subventionsgeber nennt Pfarrer Josef Schwab Land, Diözese, Stadt, Bundesdenkmalamt und die Sparkasse Dornbirn. „Doch mindestens die Hälfte müssen wir als Pfarre aus Spenden mitfinanzieren“, und da sei natürlich jede Unterstützung herzlich willkommen, meint der Dornbirner Seelsorger. Es wird eine Spendenaktion durchgeführt. Eine ansprechende Form der Spenden ist die Übernahme einer Patenschaft für eine oder mehrere Orgelpfeifen. In der Kirche liegen kleine Folder auf, die darauf hinweisen.

Kleine Chororgel

Als Überbrückung wird die kleine Chororgel im Altarraum den Dienst erfüllen. Auch diese wurde im Herbst einer Revision unterzogen und ertönt daher wieder in vollem Klang. So müssen die Kirchenbesucher über die Advent- und Weihnachtszeit nicht auf die Orgelmusik verzichten. EH

„Mindestens die Hälfte der Kosten müssen wir als Pfarre aus Spenden mitfinanzieren.“

Mit schwerem Gerät nähern sich die Orgelbauer der Schweizer Firma Kuhn den schwer zugänglichen Teilen des gewaltigen Instruments.
Mit schwerem Gerät nähern sich die Orgelbauer der Schweizer Firma Kuhn den schwer zugänglichen Teilen des gewaltigen Instruments.
Die über 90 Jahre alte Behmann-Orgel wird seit Montag generalüberholt.eh (3)
Die über 90 Jahre alte Behmann-Orgel wird seit Montag generalüberholt.eh (3)

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