Am 7. Dezember sperren alle Schulen wieder auf

Vorarlberg / 26.11.2020 • 05:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am 7. Dezember sperren alle Schulen wieder auf
Lehrervertreter Willi Witzemann findet es gut, dass alle Schulen am 7. Dezember wieder ihre Pforten öffnen. LAND

VN.at liegt ein Schreiben des Bildungsministeriums an die Schulleiter vor, in dem Minister Faßmann Klarheit schafft.

Wien, Schwarzach Der Brief, der den VN vorliegt und von Bildungsminister Heinz Faßmann sowie dem Präsidenten des österreichischen Gemeindebundes, Alfred Riedl, unterzeichnet ist,  erreichte die Betroffenen am Mittwochabend. Darin heißt es unter anderem unmissverständlich: „Mit Montag, dem 7. Dezember 2020, werden alle Schulen wieder in den Präsenzbetrieb wechseln.“ Es folgt die Aufforderung, aus Sicherheitsgründen zusätzliches Raumangebot zu schaffen, etwa in Aufenthaltsräumen oder Festsälen. Dort, wo es organisatorisch möglich ist, sollen einzelne Klassen in großen Räumen untergebracht werden, um den Sicherheitsabstand („Babyelefant“) einhalten zu können.

Auch solle die Möglichkeit der Nutzung gemeindeeigener Räumlichkeiten (Festsäle, Gemeindesäle, Mehrzweckhallen, Schulungsräume etc.) geprüft werden.

Weiters heißt es in diesem Schreiben: “Sofern Bundesschulen derartige Gemeindeeinrichtungen im Zuge der Covid-Krise nutzen, besteht grundsätzlich die Bereitschaft des Bundes, den entstehenden Mehraufwand für Reinigungen und Heizungen der Gemeinde zu ersetzen. Bitte berücksichtigen Sie dabei mögliche Überschneidungen bei der Raumnutzung aufgrund geplanter großflächiger Testungen.”

Suche nach “Ersatzlehrern”

In einem weiteren Schreiben empfiehlt das Ministerium unter anderem die Rekrutierung von Lehramtsstudenten, sollten Lehrer bei den für Anfang Dezember angesetzten Massentests positiv sein und Schulen dadurch personelle Engpässe bekommen. Grundsätzlich solle man den Personalbedarf durch Supplierungen und Mehrdienstleistungen abdecken. In Frage kommende “Ersatzlehrer” sollen, so empfiehlt das Ministerium, auf alle Fälle rechtzeitig kontaktiert werden, um im Bedarfsfall zur Verfügung zu stehen.

Bereits jetzt stellt man im Ministerium Rechnungen an, wie viele Lehrer ausfallen könnten. “Unter der Annahme, dass sich, basierend auf den Erfahrungen anderer Länder, ein Anteil von positiven Testungen in der Höhe von rund einem Prozent einstellen könnte und rund 80 Prozent der APS-Lehrpersonen an der Massentestung teilnehmen, wäre mit rund 550 positiv getesteten Betroffenen zu rechnen. Dies hätte zur Folge, dass im Schnitt nur an jeder achten allgemein bildenden Pflichtschule, und dort auch nur ein einziger Fall auftreten würde.”

Pflichtschullehrervertreter Willi Witzemann begrüßt den Beschluss des Ministers, alle Schulen wieder zu öffnen. “Es gibt auch in der Lehrerschaft mehrheitlich positive Rückmeldungen zu diesem Plan.” Überrascht zeigt sich Witzemann dennoch: “Ich hätte nicht gedacht, dass der Minister alle Schulen wieder für den Präsenzunterricht öffnen möchte.”

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