Lustenau: Raubüberfall im Drogenmilieu

Vorarlberg / 26.11.2020 • 16:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lustenau: Raubüberfall im Drogenmilieu
Nach einem Raub in Lustenau griff das Einsatzkommando Cobra zwei Verdächtige in Bregenz auf. Symbol/APA

Zwei tschetschenische Tatverdächtige vom Einsatzkommando Cobra festgenommen.

Lustenau Das dramatische Geschehen nahm bereits am vergangenen Samstag seinen Lauf. An jenem Abend war ein 20-jähriger Mann zu Besuch bei seinem 21-jährigen Freund in Lustenau, bei beiden handelt es sich laut Polizei um Österreicher. Gegen 20.15 Uhr verließ der 21-Jährige die Wohnung im zweiten Obergeschoß, ging über das Stiegenhaus hinunter zum Ausgang und ahnte dabei nicht, dass er vor der Türe erwartet wurde.

Geschlagen und gewürgt

Kaum hatte er das Wohnobjekt verlassen, wurde er von einem vorerst unbekannten Täter attackiert. Auf brutale Weise. Der Angreifer schlug dem 21-jährigen gleich mehrmals mit der Faust gegen den Kopf und würgte ihn. Anschließend raubte der Täter seinem Opfer dessen Umhängetasche und ergriff dann die Flucht. Der verletzte junge Mann konnte sich noch zurück in die Wohnung seines Freundes begeben. Dieser verständigte umgehend die Polizei.

Intensive Ermittlungen begannen und führten zu der Erkenntnis, dass sowohl Täter als Opfer dem Suchtgiftmilieu zuzuordnen sind. Hier herrschten offenbar gewisse Unstimmigkeiten zwischen dem Angreifer und dem 21-Jährigen. Diesbezügliche Klärungen sind noch im Gange. Wie die VN aber von der Polizei in Erfahrung brachten, handelte es sich nicht um harte Drogen wie etwa Heroin oder Kokain. Vielmehr soll das Rauschmittel Cannabis im Mittelpunkt gestanden haben.

Alsbald hatten die Ermittler zwei Tschetschenen als Tatverdächtige im Visier. Das Duo konnte von der Polizeiinspektion Lustenau ausgemittelt und am Montag darauf von Beamten des Einsatzkommandos Cobra festgenommen werden.

Das Opfer verwechselt

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 21-jährigen und einen 28-jährigen Mann. Wie sich bei den anschließenden Erhebungen herausstellte, galt der Angriff am Samstag eigentlich nicht dem 21-jährigen Opfer, sondern dessen 20-jährigen Freund, der sich damals in der Wohnung aufgehalten hatte.

Kleines Waffenarsenal

Bei einer durch die Staatsanwaltschaft angeordneten Hausdurchsuchung in der Wohnung der beiden Tatverdächtigen in Bregenz wurden zudem noch zwei Schreckschusspistolen samt Munition und mehrere Messer gefunden und sichergestellt.  Der 28-jährige Hauptverdächtige ist am Mittwoch in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert worden.

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