Neos sehen Gefahr für die Wasserkraft nicht gebannt

Vorarlberg / 26.11.2020 • 18:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

brüssel Dass die EU-Kommission die Wasserkraft nun doch nicht als „Übergangstechnologie“ und somit als klimafreundlich eingestuft hat, ist für Staatssekretär Markus Brunner (ÖVP) eine gute Nachricht (die VN berichteten). Die Neos bleiben kritisch. Die Gefahr für die Wasserkraft sei auch jetzt nicht gebannt, befürchten die Pinken. Der Hintergrund: Für eine neue Taxonomie-Verordnung der EU werden Investitionen je nach ökologischer Nachhaltigkeit eingestuft, um Investoren Orientierungshilfe zu bieten. Neos-EU-Mandatarin Claudia Gamon verweist auf den Entwurf der Kommission für die entsprechenden Kriterien. Wasserkraftanlagen gälten demzufolge nur als nachhaltig, wenn sie über ihren Lebenszyklus unter 100 Gramm CO2 pro Kilowattstunde emittieren und eine Energiedichte von mehr als fünf Watt pro Quadratkilometer vorweisen. „Wenn dieser Entwurf Gesetz wird, werden für das Wasserkraftland Österreich bürokratische Hürden bei der Finanzierung aufgebaut, mit denen Länder, die auf Solar und Wind setzen, nicht zu kämpfen haben”, ortet die Neos-Mandatarin eine Benachteiligung.

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