Eingenebelt im Advent

Vorarlberg / 27.11.2020 • 18:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Tschüss, Nebel! Emma (13), Johannes und Michael (beide 10) sind in Amerlügen der grauen Suppe entflohen. VN/Lerch
Tschüss, Nebel! Emma (13), Johannes und Michael (beide 10) sind in Amerlügen der grauen Suppe entflohen. VN/Lerch

Grau, grauer, Vorarlberg: Die Aussichten bleiben vorerst trüb.

Schwarzach Die Flachlandbewohner am Bodensee und im Rheintal sehen seit Tagen vor allem eines: Nebel. Wer am Wochenende auf bessere Aussichten gehofft hat, wird ziemlich sicher enttäuscht. „Mit der leichten Bisenlage wird der Nebel sogar noch zäher werden und sich ausbreiten“, prognostiziert Manfred Bauer, Leiter der Kundenservicestelle der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Innsbruck. Am Freitag lag die Nebelobergrenze bei rund 700 bis 800 Metern. Heute, Samstag soll sie bereits gegen 1000 Meter und am Sonntag auf 1200 bis 1300 Meter ansteigen. Die Folge: Der Nebel schiebt sich in die Täler hinein. „Es ist also nicht mehr nur am Bodensee und Rheintal nebelig, sondern am Samstag auch im Walgau und am Sonntag im Vorderwald und vielleicht sogar im Montafon“, sagt Bauer. Große Teile Vorarlbergs starten somit eingenebelt in den Advent, ein Wetterumschwung ist aber in Sicht. Wobei, fix ist noch nichts. „Die Modelle zeigen das noch sehr unterschiedlich“, erläutert der ZAMG-Experte. „Aber zumindest steigt die Chance, dass am Dienstag die Luft durch eine schwache Kaltfront, die reinkommt, einmal ausgeputzt wird. Derzeit haben wir das Problem, dass sich in tiefen Lagen die sehr feuchte Luft einfach hält, weil praktisch keine Luftbewegung stattfindet. Darum bleibt der Nebel lästig liegen.“ Auf die Wolken könnte im Tagesverlauf auch etwas Niederschlag folgen und die Schneefallgrenze von rund 1000 Meter bis in tiefere Lagen sinken. Die Wahrscheinlichkeit, dass es schneit, lag am Freitag laut Bauer bei etwa 70 Prozent. „Wobei nicht von Anfang an Schnee bis in die Niederungen dabei ist, sondern zuerst Regen oder Schneeregen und dann vielleicht ein paar Flocken“, präzisiert er. Wie es hinter der Störung weitergeht? Noch sehr unsicher. Der zähe Nebel dürfte aber erst einmal Geschichte sein. VN-ger

„Am Wochenende wird der Nebel sogar noch zäher werden und sich ausbreiten.“

Eingenebelt im Advent

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