Ein etwas anderer Adventkalender

Vorarlberg / 29.11.2020 • 17:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Künstlerin Dorothea Rosenstock überzeugt mit kreativen und innovativen Ideen.<span class="copyright">BI</span>
Künstlerin Dorothea Rosenstock überzeugt mit kreativen und innovativen Ideen.BI

Künstlerin Dorothea Rosenstock initiiert Kunst im Schaukasten im Advent.

Bludenz „Für Künstler sind durch die Coronakrise nahezu alle Plattformen, auf denen sie ihre Werke präsentieren können, weggebrochen. Es finden keine Ausstellungen und Märkte mehr statt. So kam ich auf die Idee, einen etwas anderen Adventkalender zu kreieren“, erklärt Dorothea Rosenstock, Textildesignerin und Künstlerin. Die innovative Textil-Gestalterin ist Mitglied des Atelier 26, das sich in der Sturnengasse in Bludenz befindet. Das Atelier 26 ist eine Büro- und Ateliergemeinschaft, die vor sieben Jahren entstanden ist. Dorothea Rosenstock war eine von drei Gründungsmitgliedern.

Voller Schaukasten bis zum 24.

Vor dem Ateliergebäude, das sich gegenüber dem Restaurant Eichamt befindet, ist ein Schaukasten aufgestellt. Dieser stellt ab dem 1. Dezember eine Mini-Ausstellungsfläche dar. Jeden Tag wird ein neues Kunstwerk ausgestellt. Die Artefakte werden laufend ergänzt, sodass sich bis Weihnachten der Schaukasten füllen wird. „Eingeladen sind Künstler aus der Region. Diese können jeweils ein Einzelwerk präsentieren“, informiert Rosenstock und führt weiter aus: „Mittlerweile sind bereits unterschiedlichste Genres wie Keramik, Leder, 3D-Druck oder textile Kunstwerke vertreten. Wir möchten jedoch ausdrücklich betonen, dass unser Kunstbegriff sehr weitgefasst ist.“ So ist beispielsweise bislang ein Buch, eine Musikkonserve, aber auch ein Upcycling-Produkt dabei. Das erklärte Ziel der Bludenzer Kunstschaffenden ist es, eine ganz bunte Mischung zu bieten. „Es spielt auch keine Rolle, ob ein Künstler einen gewissen Bekanntheitsgrad aufweist oder nicht“, stellt sie klar.

Kunst schenken

Ein zusätzlicher Gedanke, der mit diesem Ausstellungskonzept verbunden ist, ist für die Künstlerin folgender: „Auch wenn die Maßnahmen derzeit einschränkend sind, sollen wir uns die Freude am Schenken nicht nehmen lassen. Wieso nicht Kunst schenken? Vielleicht entsteht durch dieses Projekt auch ein Bewusstsein, dass nicht nur der Online-Handel Geschenksideen liefert.“

Bereicherung für die Stadt

Die Ausstellung kann zudem als Bereicherung in der ansonsten recht menschenleeren Stadt gesehen werden und ist vielleicht Zielpunkt für einen Spaziergang. „Die Künstler produzieren ja trotz des Lockdowns Werke. So entsteht zumindest eine kleine Möglichkeit der Präsentation. Wir sind jedenfalls alle voll motiviert“, betont Rosenstock abschließend. BI

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