Immer noch dramatisch hohe, aber bessere Infektionszahlen

Vorarlberg / 29.11.2020 • 22:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Schulen sollen gemeinsam mit dem Handel wieder geöffnet werden.APA
Die Schulen sollen gemeinsam mit dem Handel wieder geöffnet werden.APA

Niedrigste Werte in Vorarlberg, Burgenland und Wien. Einschränkungen bleiben.

Wien Es geht abwärts, allerdings nicht steil genug. Die neu gemeldeten Infektionszahlen sind am Sonntag zwar deutlich geringer als zu Beginn des Lockdowns vor 13 Tagen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) spricht aber weiterhin von einem dramatisch hohen Niveau. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) dämpft die Erwartungen auf baldige Lockerungen.

Über 4000 neue Fälle

Am Sonntag registrierten die Behörden 4047 neue Coronafälle. Vor einer Woche waren es 5226. Der Wert von Coronainfizierten in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner sank österreichweit auf 349. Am 13. November hatte die Inzidenz mit 554 ihren Höchststand erreicht. Auch in Vorarlberg markiert dieser Tag den bisherigen Höhepunkt der Epidemie. Hier lag die Inzidenz bei 850. 16 Tage später liegt sie nun bei 303. Nur zwei Bundesländer erreichen derzeit einen niedrigeren Wert. Das sind das Burgenland (260) und Wien (232). Spitzenreiter sind Kärnten (517), Salzburg (512) und Oberösterreich (453).

Die Zahl der Verstorbenen bleibt auf hohem Niveau. Alleine am Sonntag meldeten die Behörden 87 weitere Coronatote. Damit forderte das Virus bislang 3105 Opfer. Nahezu unverändert blieben die Spitalszahlen. In Österreichs Krankenhäusern wurden 4251 Menschen behandelt, davon befanden sich 691 auf Intensivstationen.

„Überlastung kein Dauerzustand“

Der Gesundheitsminister hofft, dass diese Zahlen nicht mehr steigen. „Dann könnten wir das Überschreiten der Kapazitäten bis hin zu dann drohenden Triagen verhindern.“ Eine Überlastung wie derzeit auf der Intensivstation dürfe aber auch nicht zum Dauerzustand werden. „Die nun verschobenen Eingriffe müssen rasch nachgeholt werden. Im Dezember ist mit dem Beginn der Grippewelle eine deutliche Zusatzbelastung der Spitäler zu erwarten.“

Nur leichte Öffnungsschritte

Kanzler Kurz stimmt die Bevölkerung darauf ein, dass es noch länger Einschränkungen geben werde. Ziel sei es, am 7. Dezember im Handel und für Schulen vorsichtige Öffnungsschritte zu setzen, sagt er der „Kleinen Zeitung“. Zur Debatte um eine vorweihnachtliche Schließung der Skigebiete werde die Regierung am Mittwoch ihre Pläne präsentieren, sagt Kurz. So leid es ihm tue, die Sport- und Freizeiteinrichtungen werden nicht Teil des ersten Öffnungsschrittes sein. Dennoch wolle die Regierung in absehbarer Zeit wieder mehr Sport ermöglichen.

„Im Dezember ist mit dem Beginn der Grippewelle eine Zusatzbelastung zu erwarten.“

Immer noch dramatisch hohe, aber bessere Infektionszahlen

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