HARD Wer in Hard in einer eigenen Ferienwohnung urlaubt, soll künftig einen Beitrag leisten zu den Ausgaben der Gemeinde. Das beschloss die Gemeindevertretung der Marktgemeinde bei ihrer Dezember-Sitzung.
Von dieser neuen Abgabe dürften allerdings nicht alle der 1046 Nebenwohnsitze (Stand vom 30.11.2020) betroffen sein. „Die Abgabe wird dann eingehoben, wenn jemand eine eigene Wohnung in Hard tatsächlich nur für Urlaubszwecke nutzt. Wir haben dringenden Bedarf an leistbarem Wohnraum, Ferienwohnsitze stehen die meiste Zeit im Jahr leer.“ Das berichtet Florian Müller von der Finanzabteilung der Marktgemeinde.
Die neue Abgabe gilt natürlich nicht, wenn jemand in Hard einen Zweitwohnsitz begründet, etwa weil zum Beispiel er oder sie hier arbeitet. Florian Müller: „Wer also etwa mit seiner Familie in Tirol wohnt und von Montag bis Donnerstag wegen seiner Berufstätigkeit in Hard wohnt, ist nicht betroffen.“
Sämtliche Eigentümer von Zweitwohnsitzen erhalten in dieser Angelegenheit ein Schreiben der Marktgemeinde. Sie müssen wahrheitsgemäße Angaben zur Nutzung der Wohnung sowie zur Größe machen. Die Abgabe von 7,90 Euro pro Quadratmeter und Jahr gilt bis zu einer Maximalgröße von rund 110 m2, also maximal 869 Euro pro Jahr. Die Steuerabteilung der Marktgemeinde setzt darauf, dass die Angaben der Betroffenen der Wahrheit entsprechen. „Das gilt ebenso wie bei der Kommunalsteuer, die bei der Beschäftigung von Arbeitnehmern erhoben wird“, so Müller. „Jeder Fall wird auf die Plausibilität überprüft. Dabei geht es sowohl um die korrekte Größe der Wohnung als auch über die Angaben zur Nutzung.“ Rund ein Drittel der Vorarlberger Gemeinden hebt diese vom Land festgelegte Abgabe ein. AJK