Mutanten fordern Gastro heraus

Vorarlberg / 22.02.2021 • 22:53 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Wir sitzen auf einem Pulverfass und können uns auf nichts vorbereiten. Zuerst hieß es, bis Ostern bleibt die Gastronomie geschlossen. Nun könnte es unter Umständen sein, dass wir früher aufsperren dürfen. Wir brauchen aber eine gewisse Vorlaufzeit. Im Lager ist ja alles abgelaufen. Da muss jeder seine Ware dann auffrischen. Wenn wir dann doch nicht öffnen dürfen, läuft wieder alles ab. Es ist sehr zermürbend. Schon im ersten Lockdown ging quasi alles kaputt.Ich verstehe schon, dass man uns nicht mit einem Friseur vergleichen kann. Wir haben an einem Tag schnell einmal 500 Gäste. Und auch wenn wir aufs Aufmachen drängen: Solange die Grenzen zu und Testungen notwendig sind, wird uns einfach die Frequenz fehlen. Öffnen bringt uns also viele Scherereien. Da wir einen Mindestumsatz brauchen, ist es für mich aktuell fast sinnvoller geschlossen zu bleiben. Wenn wir aufsperren, fallen wir nämlich um die Hilfen um, verdienen gleichzeitig aber zu wenig, um zu überleben. Unter diesen Bedingungen muss ich sagen: Lasst uns lieber zu. Denn die Förderungen sind zwar auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin kalkulierbar.Wir wollen nicht immer nur kurzfristig vertröstet werden. Das muss aufhören. Wir müssen planen können. Das heißt, wir brauchen praktisch umsetzbare und klare Vorgaben. Die aktuelle Lage ist, als würden wir mit angezogener Bremse Autofahren. Manuela Greber (53), Café Galeria, Dornbirn

Wir sitzen auf einem Pulverfass und können uns auf nichts vorbereiten. Zuerst hieß es, bis Ostern bleibt die Gastronomie geschlossen. Nun könnte es unter Umständen sein, dass wir früher aufsperren dürfen. Wir brauchen aber eine gewisse Vorlaufzeit. Im Lager ist ja alles abgelaufen. Da muss jeder seine Ware dann auffrischen. Wenn wir dann doch nicht öffnen dürfen, läuft wieder alles ab. Es ist sehr zermürbend. Schon im ersten Lockdown ging quasi alles kaputt.

Ich verstehe schon, dass man uns nicht mit einem Friseur vergleichen kann. Wir haben an einem Tag schnell einmal 500 Gäste. Und auch wenn wir aufs Aufmachen drängen: Solange die Grenzen zu und Testungen notwendig sind, wird uns einfach die Frequenz fehlen. 

Öffnen bringt uns also viele Scherereien. Da wir einen Mindestumsatz brauchen, ist es für mich aktuell fast sinnvoller geschlossen zu bleiben. Wenn wir aufsperren, fallen wir nämlich um die Hilfen um, verdienen gleichzeitig aber zu wenig, um zu überleben. Unter diesen Bedingungen muss ich sagen: Lasst uns lieber zu. Denn die Förderungen sind zwar auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin kalkulierbar.

Wir wollen nicht immer nur kurzfristig vertröstet werden. Das muss aufhören. Wir müssen planen können. Das heißt, wir brauchen praktisch umsetzbare und klare Vorgaben. Die aktuelle Lage ist, als würden wir mit angezogener Bremse Autofahren. Manuela Greber (53), Café Galeria, Dornbirn

Keine Entwarnung trotz geringer Infektionszahlen in Vorarlberg.