Lückenschluss im Radwegenetz Unterland

Vorarlberg / 10.03.2021 • 17:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Spatenstich für den Lückenschluss des Radwegs: GR Markus Bacher (Höchst), Bgm. Peter Böhler (Fußach), Bgm. Herbert Sparr (Höchst), Bgm. Martin Staudinger (Hard), Bgm. Kurt Fischer (Lustenau), LR Johannes Rauch, GR Martin Fitz (Lustenau).<span class="copyright">M. Kuzmanovic</span>
Spatenstich für den Lückenschluss des Radwegs: GR Markus Bacher (Höchst), Bgm. Peter Böhler (Fußach), Bgm. Herbert Sparr (Höchst), Bgm. Martin Staudinger (Hard), Bgm. Kurt Fischer (Lustenau), LR Johannes Rauch, GR Martin Fitz (Lustenau).M. Kuzmanovic

Gemeinden Hard, Fußach und Höchst feierten mit Lustenau den Spatenstich.

Hard, Lustenau Mit dem Spatenstich starteten offiziell die Arbeiten zu einem wichtigen Lückenschluss im Radwegenetz Unterland: der Ausbau der Radwegverbindung zwischen Lustenau und Hard, das letzte Teilstück zwischen ASZ Königswiesen/Loacker Recycling und der Bahngasse Lustenau. Die Bürgermeister von Hard, Lustenau, Fußach und Höchst freuen sich über die Verbindung ihrer Orte und den schnelleren, besseren Weg für Berufstätige und Freizeitradler.

Asphalt statt Schotter

Nach dem Ausbau der Strecke zwischen Hard und dem ASZ Königswiesen/Loacker Recycling im Jahr 2019 erfolgt jetzt der Ausbau des einen Kilometer langen Teilstücks zwischen dem ASZ und der Bahngasse in Lustenau. Wo man bislang auf dem Bewirtschaftungsweg mit grobem Schotter radeln musste, wird’s nach der Fertigstellung komfortabel. Auf der gesamten Länge wird der Unterbau/Frostkoffer erneuert und ein Asphaltbelag eingebaut. Das Land Vorarlberg fördert diese regionale Radwegverbindung mit 70 Prozent der Kosten, die restlichen Kosten werden zu je einem Drittel unter den Gemeinden Höchst, Fußach und Lustenau aufgeteilt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 445.000 Euro brutto (Bau und Bepflanzung).

Gemeindeübergreifend

Neben stark frequentierten Wegen für Radausflügler, wie dem Bodenseeradweg oder den Radwegen entlang des Rheins, haben die Gemeinden auch zahlreiche Angebote für den Alltagsradverkehr geschaffen. In den vergangenen Jahren wurde dabei vermehrt über Gemeindegrenzen hinweg gearbeitet: „Zu Recht“, so LR Johannes Rauch: „Gemeindeübergreifende, regionale Verbindungen gewinnen auch im Alltagsradverkehr immer mehr an Bedeutung. Nicht zuletzt durch den E-Bike-Boom hat sich der Radius der Radfahrenden um einiges erweitert.“

Angebot für Radfahrer

Tausende Unterländer arbeiten in den großen Leitbetrieben in Höchst, Hard, Fußach und Lusten­au. Auf gut ausgebauten Radwegen können diese bequem zu ihrer Firma radeln und so den Pkw-Stau vermeiden. Die Bürgermeister Herbert Sparr (Höchst), Peter Böhler (Fußach), Martin Staudinger (Hard) und Kurt Fischer freuen sich über die verbesserte Radwegverbindung ihrer Orte: „Es herrscht ein reger Berufsverkehr, viele Berufstätige fahren täglich in einen der vielen Leitbetriebe in unseren Gemeinden. Ein Großteil der Strecken zur Arbeitsstätte liegt unter zehn Kilometer, hier kann das Fahrrad oder E-Rad als bestes Verkehrsmittel benutzt werden, wenn es ein entsprechendes Angebot an Radwegen gibt. Auch Freizeitradler schätzen diese Route sehr.“

Kooperation mit Fußach, Höchst

Der Radweg liegt auf Fußacher, Höchster und Lustenauer Gemeindegebiet und führt zum Großteil über öffentliches Wassergut. Aus diesem Grund waren entsprechende Abmachungen der beteiligten Gemeinden mit der Republik Österreich erforderlich. Das Projektmanagement für das Vorhaben hat die Tiefbauabteilung der Marktgemeinde Lustenau übernommen. Projektleiter Peter Buschta betont die gute Zusammenarbeit mit seinen Kollegen Peter Plank vom Bauamt Höchst und Kurt Schöneberger vom Bauamt Fußach sowie dem zuständigen Radkoordinator des Landes Vorarlberg, Peter Moosbrugger.

Verlauf des Radwegs

Der Radweg wird in den ersten 250 Metern noch auf Fußacher Gebiet bis auf zwei Meter an die östliche Grenze zu den Grundstücksnachbarn verlegt und der Randstreifen mit Laubbäumen, vor allem Eichen und Linden, bepflanzt. Die Fläche zwischen Bach, Radweg und den Zufahrten zu den Grundstücksnachbarn wird als Magerwiese entwickelt und bewirtschaftet.

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