Energiemanagement in Mäder macht sich bezahlt

Vorarlberg / 12.03.2021 • 15:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Gesamtenergieverbrauch ist in der Gemeinde Mäder im Vorjahr leicht rückläufig.<span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>
Der Gesamtenergieverbrauch ist in der Gemeinde Mäder im Vorjahr leicht rückläufig.VN/Stiplovsek

Energiebericht 2020 belegt effiziente und effektive Arbeit in Sachen Energieeffizienz.

Mäder Die klimatischen Bedingungen und die teilweise Schließung der Gebäude aufgrund der Corona-Pandemie haben dazu beigetragen, dass der Gesamtenergieverbrauch in der Kummenberggemeinde erneut leicht gesenkt werden konnte. Seit 1994 werden in der Gemeinde Mäder bei sämtlichen öffentlichen Gebäuden monatlich die Zählerstände für Strom, Wasser und Wärme (seit 2001 neben Gas und Öl auch Wärmemengenzähler) abgelesen. Die Gebäudeverantwortlichen erhalten so laufend Rückmeldung über die benötigte Energie und können den Vergleich zu Verbrauchswerten des Vorjahres ziehen. Falls der Verbrauch das erwartete Ergebnis deutlich übersteigt, können sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Kostensenkung von ca. 8000 Euro

Im vergangenen Jahr konnte in den öffentlichen Gebäuden der Wärmeverbrauch um fünf Prozent auf 591.207 Kilowattstunden gesenkt werden, und auch der Stromverbrauch sank um sieben Prozent auf 452.867 Kilowattstunden. Gar um 31 Prozent ging der Wasserverbrauch auf 1629 Kubikmeter zurück. Summa summarum konnten die Energiekosten in der Gemeinde insgesamt um über 8000 Euro reduziert werden. „Diese Ergebnisse sind umso erfreulicher, da der CO2-Ausstoß durch die Verwendung von Biomasse, Biogas und Ökostrom quasi bei null liegt und durch die Kompensationszahlungen über die Arge Erneuerbare Energie Vorarlberg sogar ins Minus fällt“, kommentiert der Mäderer Bürgermeister Rainer Siegele den erneut erfreulichen Energiebericht.

Solarbetriebene LED-Leuchten

Im Rahmen der Energiearbeit investiert Mäder Jahr für Jahr auch in die Infrastruktur. So wurde im Vorjahr eine örtliche Hauptradroute mit 18 solarbetriebenen LED-Leuchten ausgestattet, die sich tageslichtabhängig einschalten, um 22 Uhr ausgehen und über Bewegungsmelder wieder aufgedreht werden. Darüber hinaus legt die Gemeinde – neben der Bewerbung von wassersparenden Armaturen – das Hauptaugenmerk auf ein dichtes Versorgungsnetz. Dazu wurde 2020 die Versorgung im Ulimahd, im Feldweg und in Scheartlers Wies erneuert. Neben weiteren Umstellungen konnte im Dezember 2020 auch ein neuer Klein-Lkw mit Erdgasantrieb für den Bauhof in Betrieb genommen werden.

Eigenstromproduktion erhöht

Schon seit Jahren setzt die Gemeinde Mäder auf Eigenstromproduktion. 1997 ist die erste Gemeinschafts-Photovoltaikanlage auf dem Dach der Turnhalle in Betrieb genommen worden. Mittlerweile verfügt die Gemeinde über sieben dieser Anlagen. Auch in diesem Bereich gibt es eine erfreuliche Entwicklung: Der Anteil der Eigenstromproduktion konnte im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 105.250 Kilowattstunden erhöht werden. Weil Energieeffizienz und Klimaschutz der Gemeinde auch im privaten Bereich eine Herzensangelegenheit sind, können Haushalte und Privatpersonen von einer unverbindlichen und kostenlosen Beratung profitieren und erfahren, wie sie in ihrem eigenen Umfeld Energie und Geld einsparen können. MIMA

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