So steht es um das Nenzinger Wohnbauprojekt „D‘ Sidlig“

Vorarlberg / 21.03.2021 • 16:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das geplante Projekt „D‘ Sidlig“ der beiden Architektinnen nimmt bereits konkrete Züge an. <span class="copyright">Handout</span>
Das geplante Projekt „D‘ Sidlig“ der beiden Architektinnen nimmt bereits konkrete Züge an. Handout

In Nenzing soll in den nächsten Jahren auf 15.000 Quadratmetern attraktiver Wohnraum entstehen.

Nenzing Mit der Nachnutzung des Nenzinger Fußballplatzes „Nagrand“ hat man sich in der Marktgemeinde in den vergangenen Jahren intensiv befasst: Man wollte auf dem 15.000 Quadratmeter großen Grundstück nicht ein x-beliebiges Wohnbauprojekt verwirklichen, sondern sich bewusst Zeit lassen und einen innovativen Ansatz für „Wohnen mit Zukunft“ umsetzen. So entwickelten Studenten Bebauungspläne für Nenzings „D‘ Sidlig“. Das Ergebnis: Aus einem Bauträgerwettbewerb ging schlussendlich die Firma i+R Schertler in Zusammenarbeit mit der Wohnbauselbsthilfe, den Architekten Dorner/Matt sowie den Landschaftsplanern Gruber+Haumer hervor.

Insgesamt entstehen fünf Einheiten mit jeweils zwei L-förmig angeordneten Gebäuden, die gemeinsam erschlossen sein werden. Die geplanten Gebäude mit Wohnungen zwischen 50 und 94 Quadratmetern haben neben dem Erdgeschoss maximal zwei Obergeschosse. Sehr viel Wert wird dabei auf Grünflächen, Gemeinschaftsräume und Spielräume für Kinder gelegt. Insgesamt werden rund hundert Wohnungen entstehen. „In einer ersten Bauetappe werden circa 40 Wohnungen umgesetzt“, erläutert Prokurist Jürgen Loacker von der Wohnbauselbsthilfe. Ziel sei es, heuer noch den Bauantrag einzureichen und im kommenden Jahr mit der ersten Bauetappe zu starten.

Der Traum vom eigenen „Hüsle“

Auf einer rund 1700 Quadratmeter großen Teilfläche wird zudem einer privaten Baugruppe die Möglichkeit geboten, günstigen Wohnraum zu schaffen. Die beiden Architektinnen Daniela Viktoria Jochum sowie Carmen Schrötter-Lenzi sind dabei die innovativen Köpfe hinter diesem Projekt: „Unsere Vision ist es, Menschen die Möglichkeit zu bieten, möglichst selbstbestimmt ein kostengünstiges Eigenheim zu finanzieren und vom Entwurf bis zur Materialwahl möglichst frei entscheiden zu können“, erläutern die beiden Architektinnen. Insgesamt acht Einheiten sind geplant, „sieben davon zweistöckig mit einer Wohnfläche zwischen 80 und 110 Quadratmetern und unterschiedlichem Grundanteil sowie eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit Terrasse“, beschreibt Daniela Viktoria Jochum das Projekt. Ein großzügiger Innenhof, ein Fahrradraum, Tiefgaragenplätze sowie Kellerabteile sind ebenfalls angedacht. Ursprünglich gingen die beiden Architektinnen davon aus, dass sie gemeinsam mit privaten Bauherren ganz individuellen Wohnraum umsetzen könnten, der durch eine gemeinsame Heizanlage und geteilte Kosten für die Planung besonders kostengünstig wäre. Weil aber die tatsächlichen Baukosten bei einem so flexiblen Projekt im Vorfeld nicht genau beziffert werden können, wurden nun Detailpläne mit exakteren Baukosten ausgearbeitet.

Baustart noch im Herbst

Einige Bauwerber haben ihre Teilnahme an der Baugruppe bereits fix zugesagt, Interessenten können sich aber noch direkt bei Daniela Viktoria Jochum (Tel. 0664 8283233, E-Mail post@dvj-architektin.at) oder Carmen Schrötter-Lenzi (Tel. 0650 6807474, E-Mail carmen@schroetter-lenzi.com) melden, um genauere Informationen zu erhalten. EM

Daniela Viktoria Jochum und Carmen Schrötter-Lenzi schaffen auf einem 1700 Quadratmeter großen Grundstück günstigen Wohnraum für private Bauherren. <span class="copyright">EM</span>
Daniela Viktoria Jochum und Carmen Schrötter-Lenzi schaffen auf einem 1700 Quadratmeter großen Grundstück günstigen Wohnraum für private Bauherren. EM