Wien ist voll in der dritten Welle angekommen

Vorarlberg / 22.03.2021 • 22:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Wien gibt es so viele Covid-Intensivpatienten wie noch nie.DPA
In Wien gibt es so viele Covid-Intensivpatienten wie noch nie.DPA

Virusmutationen sind auch für Jüngere lebensgefährlich: Mehr Intensivpatienten als im Herbst.

Schwarzach Österreichweit ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montag auf 240 geklettert. Die Entwicklung wird vor allem durch Virusmutationen befeuert; jene, die in Großbritannien erstmals festgestellt worden ist, sorgt für mehr Ansteckungen und schwere Erkrankungen.

Zwei Gründe zur Nervosität

Wien steht im Zentrum der – laut Bundesregierung – dritten Infektionswelle. In der Bundeshauptstadt beträgt die Inzidenz 322. In der zweiten Welle im Herbst war sie mit bis zu 442 zwar höher. Dennoch steigt die Nervosität vor allem aus zwei Gründen. Erstens: Eine Entspannung ist nicht in Sicht. Zweitens: Am Montag befanden sich 165 Coronapatienten auf der Intensivstation. So viele hat es in Wien überhaupt noch nie gegeben; es sind zwei Mal mehr als vor einem Monat und mehr als am 21. November, als der bisherige Höchstwert verzeichnet wurde.

Auf den Intensivstationen liegen laut Klaus Markstaller vom Allgemeinen Krankenhaus (AKH) ausschließlich Covidpatienten im berufsfähigen Alter. Durchschnittlich seien sie erst 52 Jahre alt. Auffallend sei auch, dass sich ihr Zustand in kurzer Zeit so stark verschlechtere, dass sie von zu Hause kommend relativ schnell intensivmedizinisch betreut werden müssen, erklärte Markstaller im Ö1-Morgenjournal.

Überall steigende Zahlen

Steigende und sehr hohe Infektionszahlen weisen neben Wien auch Salzburg (300), Niederösterreich (272) und das Burgenland (256) auf. Tirol befand sich im Februar auf einem ähnlichen Niveau wie Vorarlberg derzeit (67), verzeichnete aber massive Zuwächse auf eine Inzidenz von über 200.

Auch in Vorarlbergs Nachbarschaft gibt es eine neue Dynamik. In der Schweiz wuchs die Inzidenz seit Februar um die Hälfte auf rund 120. Die Kantone St. Gallen und Graubünden befinden sich bei steigender Tendenz noch im zweistelligen Bereich. Dreistellig sind dagegen schon die Landkreise Lindau (122) und Oberallgäu (118). JOH