100.000er-Marke soll fallen

Vorarlberg / 31.03.2021 • 22:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In den Impfzentren wartet viel Arbeit.

In den Impfzentren wartet viel Arbeit.

Land will im April beim Impfen gehörig aufs Tempo drücken.

Bregenz Kein Aprilscherz: Bis Ende dieses Monats sollen rund 100.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger eine Erst- bzw. Zweitimpfung erhalten haben. Das kündigte Landeshauptmann Markus Wallner auf VN-Nachfrage an. Impfstoff dürfte ausreichend vorhanden sein. Von BioNTech/Pfizer sind demnach vier Lieferungen zu je 12.000 Impfdosen fix zugesagt. Dazu sind noch Lieferungen von Moderna und AstraZeneca in Aussicht gestellt. Ab 19. April ist außerdem das Vakzin von Johnson & Johnson in Österreich verfügbar. Unklar ist noch, welche Menge davon den Weg nach Vorarlberg findet.

Laut Wallner liegt der Fokus bei den kommenden Impfungen auf der Altersgruppe der über 65-Jährigen. „Alle, die sich zur Impfung anmelden, erhalten im April einen Impftermin“, verspricht er und appelliert, die Möglichkeit wahrzunehmen, jetzt, wo es genug Impfstoff gebe. Derzeit sind 35.600 der insgesamt 50.000 im Land lebenden 65- bis 79-Jährigen für eine Impfung vorgemerkt, die Hälfte von ihnen ist geimpft.

Ein „realistisches Ziel“

Gleich nach Ostern soll das Impfprogramm kräftig Fahrt aufnehmen. Bislang haben sich über 151.000 Menschen auf der Impfplattform des Landes vormerken lassen. Das entspricht 46 Prozent der Impfberechtigten, wobei die Zahl auch die bereits Geimpften einschließt. Dabei handelt es sich um 54.000 Personen (16 Prozent), von denen 26.000 über eine vollständige Immunisierung verfügen. Bei den über 80-Jährigen sind der Statistik zufolge alle Angemeldeten geimpft. Diese Personengruppe umfasst eine Größe von über 20.000 Personen. Davon erhielten 15.000 die notwendige Covid-19-Schutzimpfung, 80 Prozent bereits zum zweiten Mal.

In dieser Woche haben die Impfungen schon am Mittwoch begonnen.Eingeladen sind 8400 Personen, 6000 erhalten eine Erstimpfung. Das Ziel, bis Ende April 100.000 Impfungen zu verabreichen, ist nach Ansicht von Markus Wallner ein realistisches: „Mit den zugesagten Impfstofflieferungen können wir pro Woche 10.000 bis 12.000 Personen impfen.“ Geht die Rechnung auf, dürfen sich ab der zweiten Aprilhälfte auch jüngere Impfwillige absteigend nach Alter und Priorisierung berechtigte Hoffnung auf eine Dosis machen. Dann wären immerhin bereits 30 Prozent der über 300.000 Impfberechtigten einigermaßen gegen Covid-19 und seine teilweise verheerenden Folgen geschützt. Wallner präzisiert seine Vorstellungen: „Bis Monatsende die 100.000er-Marke knacken und alle über 65-Jährigen erreichen.“

Alles wird verimpft

Was die Impfstoffe betrifft, gibt es ebenfalls eine klare Ansage: Was geliefert wird, wird verimpft, schließt er das in Diskussion geratene Vakzin von AstraZeneca ein. Das bestätigt auch Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher. „Wir Bundesländer verfolgen das Ziel, der Bevölkerung möglichst rasch Impftermine anbieten zu können und verimpfen alle Impfstoffe, die das erforderliche Prüfungsverfahren durchlaufen haben.“ Mit Hinweis auf den möglichen Einsatz des russischen Impfstoffs Sputnik V (die VN berichteten) erklärt Rüscher: „Wir gehen davon aus, dass jeder Impfstoff, den Österreich erwirbt, wirksam und sicher ist.“ VN-MM

„Alle angemeldeten über 65-Jährigen erhalten im April einen Impftermin.“

AstraZeneca bleibt weiter im Rennen.

AstraZeneca bleibt weiter im Rennen.

Nach Ostern werden deutlich mehr Impfspritzen als sonst aufgezogen. vn/steurer, sams
Nach Ostern werden deutlich mehr Impfspritzen als sonst aufgezogen. vn/steurer, sams

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