Coronavirus Kompakt

Vorarlberg / 01.04.2021 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Laut Europa-Chef Kluge muss viel schneller geimpft werden. AFP
Laut Europa-Chef Kluge muss viel schneller geimpft werden. AFP

Coronakrise sorgt für Rekorddefizit

wien Das Budgetdefizit ist bedingt durch die Coronakrise im Jahr 2020 auf 8,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bzw. 33,2 Milliarden Euro gestiegen. Die Pandemie habe Österreich vom Konsolidierungspfad gedrängt und für das höchste Defizit seit dem Zweiten Weltkrieg gesorgt, erklärte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Donnerstag bei der Präsentation der Öffentlichen Finanzen. Ende 2019 betrug der Überschuss noch 2,4 Milliarden bzw. 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung.

 

WHO beklagt ­Langsamkeit

wien Um die Coronapandemie unter Kontrolle zu bekommen, muss Europa nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schneller impfen. Die Geschwindigkeit, in der in Europa Coronavakzine verabreicht würden, sei „inakzeptabel langsam“, kritisierte WHO-Europa-Chef Hans Kluge am Donnerstag. Die schleppende Verteilung der Impfstoffe in Europa führe zu einer „Verlängerung“ der Pandemie. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kann die Kritik nicht nachvollziehen. Man arbeite sehr eng zusammen im Bereich der Impfungen.

 

198.815 Impfdosen für Österreich

brüssel Im erbitterten Streit um die Verteilung von zehn Millionen vorgezogenen Biontech/Pfizer-Impfdosen haben die EU-Staaten am Donnerstag eine Lösung gefunden. Allerdings beteiligen sich nur 24 EU-Staaten an dem Solidaritätsausgleich für die ins Hintertreffen geratenen Staaten. Österreich, Slowenien und Tschechien, die gegen den Erstvorschlag der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft waren, erhalten ihren Bevölkerungsanteil. Im Fall von Österreich sind das 198.815 Dosen.