Unklarheiten und Vorschusslorbeeren

Vorarlberg / 02.04.2021 • 18:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Aus Anschobers Ministerium hieß es, dass streng kontrolliert wird.APA
Aus Anschobers Ministerium hieß es, dass streng kontrolliert wird.APA

Evaluierungen Die Vorarlberger Modellregion geht in die dritte Woche. Die Lockerungen sollen wissenschaftlich begleitet werden, kündigte Landeshauptmann Markus Wallner (53, VP) an. In einer Aussendung des Ministeriums von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (60, Grüne) hieß es: „Alle vereinbarten Präventionsmaßnahmen werden streng kontrolliert.“ Die VN wollten wissen, wie diese wissenschaftliche Begleitung aussieht, worauf ein Sprecher des Ministeriums antwortete: „Die vorliegenden Daten werden laufend evaluiert, um, wenn notwendig, Risiken frühzeitig zu erkennen oder Nachschärfungen zu empfehlen. Diese Daten und Erfahrungen werden in weiterer Folge auch in der Planung weiterer Öffnungsschritte berücksichtigt.“ Man sieht sich also die Zahlen an … Auch fast drei Wochen später weiß man noch nichts Genaueres. Ein Blick auf die Zahlen allein reicht laut Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher (56) jedenfalls nicht. Es wird erst entschieden, ob und in welchem Ausmaß eine externe Firma die Lockerungsschritte begleitet. Nach Ostern wisse man mehr. Über drei Wochen nach dem Start also.

Oppositionslos Seit der Gemeindewahl ist es ruhig geworden im politischen Fußach. Im Herbst löste Bürgermeister Peter Böhler (57) mit einem Erdrutschsieg den Langzeitbürgermeister Ernst Blum (64, FP) ab. Blum ging nicht mehr ins Rennen, er nominierte Elisabeth Schneider (51) als seine Nachfolgekandidatin. Nach verlorener Wahl scheint sie auch die Lust an der Politik verloren zu haben. In Fußach heißt es, dass sie bereits am Wahltag plötzlich verschwunden sei. Bei der konstituierenden Sitzung verzichtete sie anschließend auf ihr Mandat im Gemeindevorstand. Von bisher vier Sitzungen der Gemeindevertretung war sie nur auf einer anwesend. FP-Gemeindevorstand und damit eigentlicher Oppositionsführer ist nun der Listenzweite Manfred Bechter (64). Oppositionsführer auch deshalb, weil sich der Spitzenkandidat der dritten Partei „für Fußach“, Wolfgang Weh (63), für viele völlig überraschend aus allen Ämtern zurückgezogen hat. Was demokratiepolitisch unglücklich ist, kann einem Bürgermeister momentan nur recht sein: Die Opposition muss sich erst neu finden.

Dickes Lob Als neuer Geschäftsführer des Hohenemser Stadtmarketings erntet Clemens Osl (31) Vorschusslorbeeren. Osl habe sich mit einem Strategiekonzept für die Weiterentwicklung der Tourismus und Stadtmarketing Hohenems GmbH „gegen zahlreiche hochqualifizierte Bewerbungen klar durchgesetzt“, spart das Hohenemser Stadtoberhaupt Dieter Egger (52, FP) bereits im Voraus in Sozialen Medien nicht mit dickem Lob für den Dornbirner. Immerhin habe Osl als Noch-Mitarbeiter im Büro des jetzigen Wirtschaftslandesrates Marco Tittler (44, VP) „die Schule von Altlandesstatthalter Karlheinz Rüdisser (66, VP) genossen“ und sich dort den Ruf eines zuverlässigen und faktenorientiert arbeitenden Landesbediensteten erworben.

LH Wallners Modellregion wird jedoch noch immer nicht untersucht.apa
LH Wallners Modellregion wird jedoch noch immer nicht untersucht.apa