In den Pflegeheimen wird es lockerer

Vorarlberg / 05.04.2021 • 22:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In den Impfzentren dürfte es in dieser Woche wieder rundgehen.vn/Sams
In den Impfzentren dürfte es in dieser Woche wieder rundgehen.vn/Sams

Ab Mittwoch sind wieder mehr Besuche erlaubt.

bregenz, wien Es war eine frohe Osterbotschaft für Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Am Karfreitag hatte Gesundheitsminister Rudolf Anschober weitere Besuchslockerungen angekündigt, schon morgen, Mittwoch, sollen sie in Kraft treten. Die hohe Durchimpfungsrate in den Einrichtungen lässt ein weiteres Aufweichen der Besuchseinschränkungen zu. Ab dem 7. April wird das Besuchsregime auf vier Besuche mit maximal zwei Personen pro Bewohner pro Woche ausgeweitet.

Landesrätin Katharina Wiesflecker begrüßt die Maßnahme: „Ich freue mich sehr, dass wir die nächsten Öffnungsschritte machen und damit auch das Personal entlasten können.“ Außerdem sei es ein wichtiger Schritt gegen die Einsamkeit in Heimen. Laut Wiesflecker ist die Erweiterung der Besuche aufgrund der niedrigen Infektionslage gut zu verantworten. In Vorarlberg gibt es derzeit in zwei Heimen lediglich vier Infektionsfälle, die jedoch ausschließlich Mitarbeitende betreffen. „Impfen wirkt!“, fügt Katharina Wiesflecker noch an.

Schleppende Anmeldungen

Auch bei den Impfungen geht es rasant vorwärts. In dieser Woche sollen, wie Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher konkretisierte, rund 18.000 Personen eine Covid-19-Schutzimpfung erhalten. Dafür sind Impfstraßen in Dornbirn, Bregenz, Nenzing, Hirschegg und Bezau in Betrieb. Geimpft werden Menschen über 65, priorisiert nach Alter und gesundheitlichen Risiken, sowie Patienten mit einem sehr hohen Risiko. Impfeinladungen haben außerdem Pädagoginnen und Pädagogen erhalten, die sich, wie berichtet, bitter über die schleppenden Impfungen für ihre Berufsgruppe beklagten. Um Wartezeiten vor den Impfstraßen zu vermeiden, erneuern die Impfteams ihren Appell, pünktlich und nicht viel zu früh zum Impftermin zu erscheinen sowie alle erforderlichen Unterlagen griffbereit zu halten. Von den über 154.300 vorgemerkten Impfwilligen warten rund 91.000 auf einen Termin. Die weiteren Anmeldungen verlaufen allerdings relativ schleppend, weshalb das Land, wie berichtet, eine Impfkampagne starten will.

Beim Testen eifrig

Sehr eifrig zeigen sich die Vorarlberger hingegen beim Testen. Für die Karwoche melden die Teststationen mit 150.000 durchgeführten Tests einen weiteren Spitzenwert. Damit lag Landesrat Christian Gantner mit seiner im Vorfeld getätigen Schätzung ziemlich gut (die VN berichteten). In 306 Fällen waren die Tests positiv. Hinzu kommen 4004 digital registrierte Wohnzimmer-Selbsttests. „Zusammen ergibt das ohne die Testungen in den Apotheken ein Volumen von rund 153.000 Tests“, spricht Gantner von Vorarlberg sogar als Test-Europameister. Seit Testbeginn am 19. Jänner 2021 wurden somit schon rund 1,4 Millionen Gratis-Tests im Land durchgeführt. VN-MM