Klappe, die Zweite

Vorarlberg / 05.04.2021 • 16:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die zweite Ausbauetappe der Faschinastraße in Thüringen startet heute.<span class="copyright">VN/jun</span>
Die zweite Ausbauetappe der Faschinastraße in Thüringen startet heute.VN/jun

Ausbau der Faschinastraße in Thüringen soll in den kommenden sechs Monaten abgeschlossen werden.

Thüringen Den heutigen Tag werden die Anrainer der Faschinastraße in Thüringen wohl nicht unbedingt herbeigesehnt haben. Nach der Großbaustelle im Vorjahr ist die wohlverdiente Winterruhe nun wieder vorbei und die Bagger fahren zur zweiten Ausbauetappe der wichtigen Verbindungsstraße ins Große Walsertal auf. Sechs Monate lang wird heuer noch einmal gegraben, gebohrt, geschweißt, geschraubt und asphaltiert, ehe der zweispurige Vollausbau der Landesstraße L 193 abgeschlossen werden kann.

Vorbereitungen abgeschlossen

Da heuer auch die Kirchgasse von den Arbeiten betroffen ist und diese teilweise gesperrt werden muss, wurde als vorbereitende Maßnahme im Bereich Burgweg-Oberlafun bereits eine Ersatzstraße errichtet. „Wir sind darum bemüht, die Einschränkungen für die Anrainer so gering wie möglich zu halten“, gibt Bürgermeister Harald Witwer in diesem Zusammenhang an.

In der Kirchgasse wird bereits eifrig gegraben. Hier werden die bestehenden Rohre und Leitungen erneuert.
In der Kirchgasse wird bereits eifrig gegraben. Hier werden die bestehenden Rohre und Leitungen erneuert.

Die gute Nachricht ist, dass im Gegensatz zum Vorjahr der Großteil der Bauarbeiten heuer unter Aufrechterhaltung der Verkehrsverbindung ins Große Walsertal erfolgen kann. „Bis einschließlich 27. Juni wird der gesamte Verkehr mittels Ampelregelung einspurig durch die Baustelle geführt. In dieser Zeit werden die drei noch fehlenden talseitigen Stützbauwerke errichtet“, informiert Baumanager Thomas Fitz, vom Landesstraßenbauamt. „Im Bereich des Wasserfalls ist die Straße teilweise nur vier Meter breit. Die Arbeiten in diesem Bereich stellen logistisch eine große Herausforderung dar“, spricht der Gemeindechef von sehr beengten Platzverhältnissen.

Vollsperre im Sommer

Beginnend mit der letzten Schulwoche und über die gesamten Sommerferien hindurch ist dann neuerlich eine Vollsperre erforderlich. In diesen zehn Wochen kommt es neben dem Straßenbau auch zur Verlegung bzw. Erneuerung der dazugehörenden Leitungen für Kanal, Wasser, Straßenentwässerung, Beleuchtung, Internet sowie zum Einbau von Reserverohren. Mangels Alternativen ist wegen der Vollsperre einer der beiden Hauptverbindungen ins Große Walsertal wie im Vorjahr eine großräumige Umleitung des Verkehrs über Raggal bzw. Satteins erforderlich. „Auf der Schnifnerstraße (L 75) wird während der Vollsperre der L193 die installierte Schrankenanlage bei der Kreuzung Weiherweg/Schnifnerstraße wieder in Betrieb genommen. Damit kann das Verkehrsaufkommen auf der L75 reguliert werden und der umgeleitete Linienbus seine Haltestellen planmäßig anfahren“, sagt Witwer.

„Wir sind bemüht, die Einschränkungen für die Anrainer so gering wie möglich zu halten.“

Abschluss im Herbst

Nach der Vollsperre über den Sommer soll das Großprojekt, dessen Kosten sich auf rund 6 Millionen Euro belaufen, mit Restarbeiten im Herbst abgeschlossen werden. Dann wird das 800 Meter lange Straßenstück auf der gesamten Länge zweispurig ausgebaut sein. Der neu errichtete Gehsteig soll künftig die Sicherheit für Fußgänger erhöhen. „Das Ergebnis der Bauarbeiten vom vergangenen Jahr konnte über die Winterpause bereits in Augenschein genommen werden und kommt sowohl bei Anrainern als auch bei Verkehrsteilnehmern positiv an“, freut sich Bürgermeister Witwer, der auf einen planmäßigen Bauverlauf hofft.