Kröten, Frösche und Molche auf Wanderschaft

Vorarlberg / 05.04.2021 • 17:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ihre Wanderung führt die Frösche und Kröten über die Straße. Das endet oft tödlich für sie. Etliche Freiwillige helfen den Amphibien deshalb beim Queren der Fahrbahn.Löning
Ihre Wanderung führt die Frösche und Kröten über die Straße. Das endet oft tödlich für sie. Etliche Freiwillige helfen den Amphibien deshalb beim Queren der Fahrbahn.Löning

Feldkircher engagieren sich für das Wohlergehen von Amphibien.

Feldkirch Wie jedes Jahr sind aktuell wieder viele Frösche, Kröten und Molche auf Wanderschaft, um von ihren Überwinterungsplätzen im Wald zu den Laichgewässern im Tal zu gelangen. Die gesamte Gruppe der Amphibien, zu der diese Tiere gehören, ist gefährdet und steht in Vorarlberg unter Naturschutz. Durch Lebensraumverlust, Wasserverschmutzung, zunehmende Trockenheit infolge des Klimawandels, räuberische Fische, Insektensterben und Verkehr sind die Amphibienbestände weltweit bedroht, und auch Vorarlberg ist hier keine Ausnahme.

In Feldkirch gibt es jedoch noch einige Orte, an denen vergleichsweise viele Amphibien vorkommen. Besonders hervorzuheben ist hier der Levner Weiher, der als das bedeutendste Laichgewässer für die seltene Erdkröte im gesamten Talraum Vorarlbergs gilt. Auch in Bangs-Matschels, Tosters-Hub, Sankt Corneli und den Alten Rüttenen gibt es noch Vorkommen, wenngleich auch diese aus den genannten Gründen im Rückgang begriffen sind.

Engagement der Bevölkerung

Glücklicherweise erhalten die Tiere tatkräftige Hilfe aus der Feldkircher Bevölkerung. Seit vielen Jahren koordiniert Barbara Klien mit großem persönlichem Einsatz die Amphibienaktion am Levner Weiher, bei der Dutzende freiwillige Helfer Kröten und Frösche über die Straße tragen und so vor einem möglichen Verkehrstod bewahren. In Tosters-Hub ist Familie Hatzl ebenfalls seit Jahren zum Schutz der Amphibien aktiv. Die Rheticus-Gesellschaft (Richard Werner und Markus Stolze) wiederum setzt jedes Jahr zahlreiche Aktionen zur Bewahrung des Amphibienbestands beim Lehrbiotop Alte Rüttenen.

Auch der Wolfgangsbach in Tosters beherbergt Frösche, Kröten und Molche, die dort laichen oder sogar ganzjährig dort leben. Diese sind jedoch durch die gebietsfremden Fische (insbesondere Goldfische), die dort verbotenerweise immer wieder ausgesetzt werden und sich stark vermehren, bedroht. Auf Initiative einer engagierten Gruppe von Anrainern, darunter Rudi Schennach, wird derzeit mit Unterstützung der Stadt – und in Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft – versucht, die Goldfische abzufischen, um den heurigen Amphibiennachwuchs zu retten.

Wer sich im Amphibienschutz beteiligen möchte, kann sich unter den Telefonnummern 05522/304-1451 und -1452 sowie über die E-Mail-Adresse umwelt@feldkirch.at melden.