Codes zur Priorisierung der Impfungen werden fleißig verteilt

Vorarlberg / 06.04.2021 • 22:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Gedränge um Impfungen in Vorarlberg ist groß. VN/Steurer
Das Gedränge um Impfungen in Vorarlberg ist groß. VN/Steurer

Immer mehr Berufsgruppen erhalten ihre Codes zur Anmeldung.

Schwarzach In der Gruppe „Personen mit beruflich unbedingt erforderlicher grenzüberschreitender Reisetätigkeit“ hat sich laut Impfdashboard bereits eine Person impfen lassen. Dazu kommen 17 Personen mit regelmäßigem Personenkontakt und 62 Personen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit. 18.000 Menschen sollen diese Woche geimpft werden, die Impfkampagne geht in die Breite. Schon viele Berufsgruppen haben ihre Priorisierungscodes erhalten.

Ein Code bedeutet nicht, dass man sofort geimpft wird. Er ist nötig, um rasch Einladungen aussprechen zu können. Die Priorität werde weiterhin nach Alter und Risikofaktor eingestuft, erklärt Landeshauptmann Markus Wallner in „Vorarlberg live“. Allerdings kommen zum Beispiel auch Lehrer, Kindergartenpädagoginnen und anderes Personal an Bildungseinrichtungen dran. Codes sind noch wesentlich breiter gestreut.

Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater haben sie beispielsweise schon erhalten. „Rechtsanwälte sind für die Aufrechterhaltung der Gerichtsbarkeit unverzichtbar“, erklärt Kammerpräsidentin Birgitt Breinbauer. Hinzu kommen die Aufgaben als Sachwalter und Verfahrenshelfer, die ungeachtet gesundheitlicher Bedenken wahrgenommen werden müssen. Notare argumentieren, dass sie bei der Erstellung von Testamenten oft mit Risikogruppen in Kontakt sind. Steuerberater und Wirtschaftsprüfer erklären sich ihre Kategorisierung mit dem ständigen und vielseitigen Kundenkontakt. Einladungen zu Impfungen seien jedoch nur einzeln erfolgt und eher über das Alter der Personen zu erklären. Schließlich gibt es Wirtschaftsprüfer mit Jahrgang 1949 und älter.

Auch Unternehmen sehen einen wachsenden Druck. Einerseits fürchten sie Reiseauflagen, andererseits sind andere Nationen weiter, was einen Wettbewerbsvorteil darstelle. Daher habe die Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung begonnen, Schlüsselkräfte zu finden, die für ihre Tätigkeit eine Impfung benötigen könnten. Die Hoffnung sei, dass diese bei Bedarf vorgereiht werden könnten, sobald der Impfstoff für die Breite der Bevölkerung zugänglich wird. Solche Initiativen gebe es auf Bundesebene und in anderen Bundesländern, bestätigt IV-Geschäftsführer Mathias Burtscher.

Wer die Person ist, die aufgrund der Reisetätigkeit geimpft wurde, konnte Wallner in „Vorarlberg live“ nicht sagen. Er wisse nicht, wie sie reingerutscht sei. VN-rau, mip