Prozess nach Sulzberger Corona-Affäre

Vorarlberg / 06.04.2021 • 21:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nach Quarantäneverletzungen im Seniorenheim Sulzberg steht nun ein Prozess am Landesgericht Feldkirch an. VN/PAULITSCH
Nach Quarantäneverletzungen im Seniorenheim Sulzberg steht nun ein Prozess am Landesgericht Feldkirch an. VN/PAULITSCH

Ex-Leiter und eine Mitarbeiterin des Seniorenheims Sulzberg am nächsten Dienstag vor Gericht.

Feldkirch, Sulzberg Wie Norbert Stütler, Pressesprecher des Landesgerichts Feldkirch, den VN am Dienstag bestätigte, findet kommende Woche der Prozess gegen den ehemaligen Altenwohnheimleiter und eine seiner Mitarbeiterinnen wegen des „Vergehens der vorsätzlichen Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten“ statt.

In der den VN vorliegenden Verhandlungsliste ist weiters angeführt: „Sie sind unter Missachtung des Absonderungsbescheides der Bezirkshauptmannschaft dennoch bei der Arbeit erschienen.“ Die VN hatten des Öfteren über die Quarantäneverletzung des Heimleiters im Dezember des Vorjahres berichtet, der als Konsequenz entlassen wurde.

Der Betreffende hatte in einem Gespräch mit dem Sulzberger Bürgermeister Lukas Schrattenthaler vollumfänglich zugegeben, trotz seiner Coronainfektion mehrmals im Heim gewesen zu sein, um dort zu arbeiten, und sich ganz bewusst über Anweisungen und gesetzliche Vorgaben im Zusammenhang mit der Covid-Schutzmaßnahmenverordnung hinweggesetzt zu haben.

Der Entlassung lag auch eine einstimmige Empfehlung des Gemeindevorstandes zugrunde. Beim Tatbestand des Vergehens der vorsätzlichen Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten (Paragraph 178 STGB) droht eine Freiheitsstrafe in der Dauer von bis zu drei Jahren. VN-GS