Strenge Regeln bei Coronafällen in ­Kindergärten

Vorarlberg / 06.04.2021 • 22:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dornbirn Nasenbohren in der Schule ist mittlerweile Ehrensache. Wer sich testet, darf am Unterricht teilnehmen, wer nicht, muss zuhause bleiben. Immer wieder tauchen dadurch Corona-Fälle auf. Auch die Kindergärten bleiben nicht verschont. Systematisch getestet wird dort aber nicht. Bund und Länder machen dazu keine Vorgaben. Der Vorarlberger Gemeindeverband ermunterte die Kommunen, mehr Coronatests an Eltern von unter Sechsjährigen auszugeben. Außerdem empfiehlt Verbandspräsidentin und Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann den Gemeinden strengere Regeln, sobald ein Infektionsfall im Kindergarten auftritt. Wer sich dann nicht testen lässt, muss 14 Tage zuhause bleiben. 

48 unter Sechsjährige infiziert

Von 860 bekannten Coronainfizierten in Vorarlberg sind 48 noch keine sechs Jahre alt. Das Land zählt 22 vier- und fünfjährige Betroffene, 26 sind drei Jahre oder jünger. „Die Kinder sind oft symptomlos, können das Virus aber übertragen“, erklärt Kaufmann. „Das können wir uns nicht leisten.“ Regelmäßiges Testen hält die Bürgermeisterin in den Kindergärten zwar für übertrieben: „Aber sobald ein Kind oder eine Pädagogin infiziert ist, müssen alle zum Test.“ Wer nicht kommt, muss zuhause bleiben. Die Stadt Dornbirn gehe bereits so vor. Der Gemeindeverband werde das auch weiterempfehlen. VN-ebi