Fliegen und Impfen bergen ähnliche Risiken

Vorarlberg / 08.04.2021 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Eine Impfung könne schwere Erkrankungen verhindern, sagt Drexel. 
Eine Impfung könne schwere Erkrankungen verhindern, sagt Drexel. 

Flugzeugabsturz ist so wahrscheinlich wie Thrombose, sagt Primar Drexel.

Schwarzach Eine Impfung mit Mangel ist wesentlich besser als ein Mangel an Impfung. Das ist das Credo von Primar Heinz Drexel, Leiter der Abteilung für innere Medizin des LKH Bregenz und Geschäftsführer des Labors Vivit. Man dürfe die Sorgen der Bevölkerung nicht herunterspielen. Dass Sinusvenenthrombosen sehr wahrscheinlich eine sehr seltene Nebenwirkung der AstraZeneca-Impfung sei, habe die Europäische Arzneimittelagentur mittlerweile kundgetan. Eine medizinische Therapie sei nie ohne jeden Makel und es wäre für jeden einzelnen schlimm, jener Pechvogel zu sein, der die Thrombose bekomme. Die Vorteile der AstraZeneca-Impfung würden aber deutlich überwiegen. Sie abzulehnen, brächte größere Probleme, bestätigt Drexel im Studio von „Vorarlberg Live“. Er vergleicht das Risiko mit der Nutzung eines Passagierflugzeugs. „Auf zwei Millionen Starts kommt ein Flugzeugabsturz. Jetzt wird jeder sagen: Dieses Risiko gehe ich ein. Aber der nächste Flug kann immer der eine sein.“ Bei der Impfung sei das auch so. Der Vorteil sei eminent. Alleine bei Betrachtung der Fakten müsse man die Impfung empfehlen: Sie verhindere schwere Erkrankungen, Spitalsaufnahmen und Todesfälle. 

Beim Testen sei man auf einem guten Weg, sagt Drexel. Derzeit gebe es mit den PCR-Tests den Goldstandard und den Antigentests ein schnelles Verfahren, das noch nicht ganz so präzise sei. „Für die Zukunft wäre unser Wunsch, ein schnelles und präzises Verfahren zu finden. Das ist in Entwicklung und werden wir bald haben.“ Das nütze auch bei künftigen Infektionswellen. Der Primar empfiehlt regelmäßiges Testen. „Zu viel geht nicht, zu wenig ist schlecht.“  VN-ebi