Bierfans bekommen eins auf den Deckel

Vorarlberg / 09.04.2021 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Karl Huber hat einige der schönsten Deckel der Welt für die Sonderausstellung in der Mohrenbrauerei zusammengetragen. VN/Paulitsch
Karl Huber hat einige der schönsten Deckel der Welt für die Sonderausstellung in der Mohrenbrauerei zusammengetragen. VN/Paulitsch

Mohrenbrauerei will mit neuer Ausstellung begeistern.

Dornbirn Für Karl Huber ist ein Bierdeckel deutlich mehr als nur ein Stück Karton unter dem Bierglas. Der Kundendienstleiter bei der Mohrenbrauerei hat in den vergangenen Monaten mehrere Tausend historische Exponate aus aller Welt zusammengetragen. Rund 1000 davon sind ab sofort in der Sonderausstellung „Faszination Bierdeckel“ im Museum der Dornbirner Brauerei zu sehen.

Premiere hatte der Bierdeckel im Jahr 1880. Der Name stammt nicht von ungefähr. Ursprünglich waren die Bierdeckel nämlich tatsächlich als Deckel gedacht, die auf das Glas oder den Krug gelegt wurden, damit kein Laub oder Ungeziefer reinfällt. Das Material der Wahl war zu jener Zeit Filz; daher auch der Name Bierfilz. Die bedruckten Pendants aus Karton gibt es seit 1906. „Die älteren sind meistens rund und auf der Rückseite unbeschriftet. Die eckigen gab es zumindest bei uns ab 1973“, erläutert der Ausstellungsorganisator. Die Bierdeckel konnte der Tegestologe (so werden Bierdeckelsammler genannt) unter anderem in Sammlerportalen erstehen, einige wurden ihm aber auch persönlich vorbeigebracht. „Ein Feldkircher ist mit 15 Jahren am Sonntag mit dem Fahrrad im ganzen Land und auch in Schweiz herumgefahren und hat in Gasthäusern Bierdeckel geklaut“, erzählt Huber von dem Besuch eines älteren Herrn. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Österreich und der grenznahen Region. Allein die Mohrenbrauerei hat im Laufe der Geschichte über 300 verschiedene Kreationen unters Volk gebracht. Es gibt aber auch eine Vitrine mit Bierdeckeln aus aller Welt. Zimbabwe, Honduras oder Hawaii sind dabei. „Nur von der größten Brauerei, der Brauerei Snow aus China, habe ich noch keine bekommen“, merkt Karl Huber an. vn-ger