Maßnahmen zum Schutz gegen Hochwasser

Vorarlberg / 09.04.2021 • 15:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Unter anderem wird eine 900 Meter lange Rohrleitung in den Bodensee verlegt. Die Gesamtfertigstellung des Hochwasserschutzprojekts soll bis im Herbst erfolgen.Stiplovsek
Unter anderem wird eine 900 Meter lange Rohrleitung in den Bodensee verlegt. Die Gesamtfertigstellung des Hochwasserschutzprojekts soll bis im Herbst erfolgen.Stiplovsek

Neues Pumpwerk und Notüberlauf entsteht bei ARA in Bregenz.

Bregenz Die Baumaßnahmen auf dem Gelände der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Bregenz sowie am dortigen Seeufer schreiten zügig voran. Die Stadt sichert ihr Kanalsystem seit vergangenem Herbst durch ein neues Hochwasserpumpwerk und einen neuen Notüberlauf für allfällige Hochwasserereignisse.

4000 Liter pro Sekunde

Das Pumpwerk, das bis zu 4000 Liter Wasser pro Sekunde befördert, wird bis Ende August fertiggestellt. Nach Abschluss der Arbeiten und der Renaturierung aber nicht mehr sichtbar ist die Rohrleitung in den See mit 1,8 Meter Innendurchmesser. Sie ist rund 900 Meter lang, wobei sich 650 Meter aus Stahlbeton an Land unter der Erde befinden und 250 Meter aus Kunststoff vom Ufer bis in eine Tiefe von 16 Meter in den See hinaus führen. Diese Seeleitung aus rund zwei Dutzend Polyethylen-Elementen wurde jetzt Anfang April in den zuvor ausgebaggerten Graben auf den Seegrund abgesenkt. Gehalten wird das PE-Rohr dort u. a. von Lagern aus Betonhalbschalen und durch Aufschüttung mit dem ausgehobenen Kies. Für „Die Sicherheit der Bregenzerinnen und Bregenzer steht für uns an oberster Stelle. Deshalb freut es mich, dass wir mit dem neuen Notüberlauf eine hochmoderne Anlage für den Hochwasserschutz bekommen“, so Bürgermeister Michael Ritsch.

Baustadtrat Robert Pockenauer: „Mit dem Bau des neuen Hochwasserpumpwerkes und des Notüberlaufes wird der nächste wichtige Schritt zur Hochwassersicherheit in Bregenz gesetzt. Damit ist auch die Abwasserreinigungsanlage für das nächste Jahrhunderthochwasser gerüstet.“

Fertigstellung im Herbst

Die Gesamtfertigstellung ist für kommenden Herbst geplant. Bis dahin werden alles in allem rund sieben Millionen Euro investiert, davon die Hälfte durch die Stadt als ARA-Betreiberin und der Rest großteils durch den Bund sowie die Mitgliedsgemeinden des Wasserverbandes Bregenzerach-Unterlauf.