SPÖ Bludenz fordert Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Südtirolersiedlung

Vorarlberg / 11.04.2021 • 18:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bludenz Es war ein Postwurf, der den Stein ins Rollen brachte. Die Alpenländische Heimstätte hat die Bewohner der Südtirolersiedlung in Bludenz darüber informiert, dass die teils 80 Jahre alten Gebäude aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr erhalten werden können. Mit der Stadt soll diskutiert werden, wie es weitergeht. Bürgermeister Simon Tschann von der ÖVP lud die über 700 Mieter zu einer Sprechstunde, Personen aus 20 Haushalten haben diese Möglichkeit genutzt (die VN berichteten). Die SPÖ Bludenz hält wenig davon, wie Stadtrat Bernhard Corn nun kundtut. Er spricht von einer befremdlichen PR-Aktion des Bürgermeisters. „Wie kommen die Bewohner dazu, dass sie wie Bittsteller in ein öffentliches Lokal pilgern müssen, um dem Bürgermeister vor dem Wirt und einem Kameramann ihre Probleme zu schildern?“ Tschann solle sich besser öffentlich gegen den Abriss der Siedlung aussprechen. Die SPÖ schlägt deshalb vor, dass die Bewohner einen Siedlungssprecher wählen. „Es geht darum, ein ordentliches Bürgerbeteiligungsverfahren in Gang zu setzen“, betont Corn.

Wie berichtet, steht der vorgesehene Diskussions- und Planungsprozess am Anfang. Laut Bürgermeister Tschann ist er nur mit den Bewohnern sowie der Stadt möglich. Ähnlich sieht das auch Alexandra Schalegg von der Alpenländischen.