Corona-Pause zum Handeln motiviert

Vorarlberg / 12.04.2021 • 16:07 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Rechts im Bild ist gegenüber dem Gasthof die Baugrube für den 14 mal neun Meter großen Mehrzweckstadl ausgehoben – die Location zielt vor allem auf Familien ab. <span class="copyright">stp/3</span>
Rechts im Bild ist gegenüber dem Gasthof die Baugrube für den 14 mal neun Meter großen Mehrzweckstadl ausgehoben – die Location zielt vor allem auf Familien ab. stp/3

Spektakuläre Umbaumaßnahmen beim Berggasthaus Kanisfluh in Schnepfau – neuen Attraktionen im Sommer.

Schnepfau Pläne zur Modernisierung haben Josef Moosmann und seine Schwester Karin Berchtold auf der Schnepfegg schon seit einiger Zeit gewälzt – die Coronaeinschränkungen mit geschlossener Beherbergung haben nun zum Handeln motiviert: Beim Berggasthaus Kanisfluh wird derzeit die Terrasse erneuert und erweitert, gleichzeitig wird aus dem Altbau ein moderner multifunktionaler „Mehrzweckstadl“. Das Büro muxelplan hat das unterkellerte einstöckige Gebäude so geplant, dass es sich behutsam ins Gelände einfügt.

Hoffen auf den Neustart

Die Arbeiten schreiten zügig voran, denn die Wirtsleute sind zuversichtlich, dass die Einschränkungen zum Start der Sommersaison soweit aufgehoben sind, dass wieder Gäste beherbergt werden dürfen. Und dementsprechend wird ein Abschluss der Bauarbeiten und die Wiedereröffnung zum 31. Mai angestrebt.

Feiern in einzigartigem Umfeld

Der Berggasthof am Scheitelpunkt der Verbindung zwischen Bizau und Schnepfau hat sich wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg aus einem kleinen Bauernhof über eine Jausenstation zu einem beliebten Ausflugsziel für Tagesgäste und stationäre Gäste entwickelt.

Aus- und Umbauschritte, die in den vergangenen sechs Jahrzehnten gesetzt wurden, zielten darauf ab, den Gästen ein besonderes Erlebnis in einer atemberaubenden Kulisse zu bieten. Die jetzt laufenden Baumaßnahmen haben vor allem Familien im Fokus, denn der zuletzt ungenützte Altbau wurde komplett abgerissen und wird zu einem „Mehrzweckstadl“ umfunktioniert. Das Konzept sieht vor, eine Location zu schaffen, die vielseitig nutzbar ist. „Vor allem aber für Familien“, erläutern die Wirtsleute bei einem Lokalaugenschein auf der Baustelle. Der bewirtschaftete Schopf soll u. a. als Kinderspielraum genutzt werden, er eignet sich aber auch als Mehrzweckraum für Seminare, Hochzeiten, Tauf- und andere Familienfeiern. Ergänzt wird das Angebot an Familien mit einem Kinderspielplatz, der in unmittelbarer Nähe des Stadels errichtet wird. Auch ein Kiosk für kleine Snacks sowie Getränke- und Eisausgabe steht den Gästen zur Verfügung.

Mehr Platz auf der Terrasse

Mit einer zweiten Baumaßnahme wird die Terrasse modernisiert und erweitert. „Mit der Terrasse verbinden wir u. a. auch die Errichtung von Personalzimmern“, erklärt Josef Moosmann die umfangreichen Aushubarbeiten. Dabei musste zum Teil auch Fels abgetragen werden, um Platz für Räumlichkeiten unter der neuen Terrasse zu schaffen. Die Terrasse wird von bisher 70 auf 110 Sitzplätze erweitert – und damit haben künftig noch mehr Gäste die Möglichkeit, den atemberaubenden Ausblick auf die majestätische Kanisfluh zu genießen. STP

Karin Berchtold und Josef Moosmann haben den Lockdown genützt.
Karin Berchtold und Josef Moosmann haben den Lockdown genützt.
<p class="caption">Für die erweiterte Terrasse, die künftig mehr als 100 stationären Gästen und Ausflüglern Platz bieten wird, musste teilweise auch Fels abgetragen werden.</p><p class="caption"/>

Für die erweiterte Terrasse, die künftig mehr als 100 stationären Gästen und Ausflüglern Platz bieten wird, musste teilweise auch Fels abgetragen werden.