Panne bei der Kontaktverfolgung

Vorarlberg / 12.04.2021 • 17:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Panne bei der Kontaktverfolgung
Der Antigentest war positiv, der PCR-Test gab Entwarnung. APA

Trotz negativem Testergebnis lief das Contact Tracing weiter.

Dornbirn Auf den Schrecken folgte schnell die Erleichterung: Der positive Antigentest einer Dornbirnerin stellte sich noch am selben Tag als Fehlalarm heraus. Der darauffolgende PCR-Test war negativ und die Freude groß. Vorerst. Denn der Test sollte vor allem ihre Angehörigen noch eine Weile beschäftigen, wie die 56-Jährige den VN berichtet, die lieber anonym bleiben möchte.

Es war Karsamstag, als sie die Teststation besuchte. Noch am Abend gab es Entwarnung. In der Regel sollte damit auch die Kontaktnachverfolgung storniert werden. Die Angehörigen der Dornbirnerin wurden dennoch kontaktiert. Ihr Vater erhielt etwa einige Tage nach Ostern einen Anruf, ob er sich in Absonderung befinde. Dieser musste den Behörden den Sachverhalt erst erklären, ehe diese ihm recht gaben. Zwei Tage später trudelte beim Sohn der negativ Getesteten ein Quarantänebescheid ein. Wiederum zwei Tage später erreichte den Lebensgefährten dasselbe Schreiben.

„Das sollte nicht so sein“, bekräftigt Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher. Hier müsse ein Fehler passiert sein. Man werde den Fall überprüfen. Normalerweise laufe es so ab: Ist ein Antigentest positiv, beginnt die Kontaktverfolgung zwar umgehend. Stellt sich das Ergebnis beim darauffolgenden PCR-Test binnen 24 Stunden als negativ heraus, werde das Verfahren storniert und der Fall als negativ eingetragen. „Das sollte automatisiert passieren.“ Befänden sich Personen bereits in Absonderung, würden diese kontaktiert. Betroffene könnten sich auch an die „1450“ wenden, um ihren Absonderungsbescheid in so einem Fall aufheben zu lassen.

Birgit Entner-Gerhold, Matthias Rauch