Schutz der Arlbergbahnstrecke

Vorarlberg / 12.04.2021 • 16:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Zur Sicherung der Arlbergbahnstrecke vor Naturgefahren werden heuer seitens der ÖBB wichtige bauliche Schutzmaßnahmen durchgeführt.<span class="copyright">ÖBB</span>
Zur Sicherung der Arlbergbahnstrecke vor Naturgefahren werden heuer seitens der ÖBB wichtige bauliche Schutzmaßnahmen durchgeführt.ÖBB

ÖBB investierten 4,5 Millionen Euro in die Sicherung der alpinen Bahntrasse.

Innerbraz, Dalaas Gestern starteten wichtige Schutzmaßnahmen entlang der Arlbergwestrampe. Die Bauarbeiten zum Schutz der Bahnanlagen vor Naturgefahren werden seitens der ÖBB Infrastruktur AG in den Gemeindegebieten von Innerbraz und Dalaas durchgeführt.

Drei Bauabschnitte

Die baulichen Maßnahmen dauern voraussichtlich bis Mitte Dezember und sind in drei Abschnitte unterteilt. Dabei kommt es in den Bereichen Engelwand, Müller Maiensäß und Pfaffentobel zur Errichtung von Steinschlagschutznetzen sowie Lawinenverbauungen.

Der Bauabschnitt Engelwand soll bis Anfang Juli abgeschlossen sein. Neben dem Setzen von rund 4500 Laufmetern Anker bzw. 820 Laufmetern Steinschlagschutznetzen kommt es auch zu Aufforstungsmaßnahmen. Im Bereich Müller-Maiensäß werden rund 2600 Meter Anker bzw. 340 Meter Schutznetze sowie 300 Meter Lawinenanbruchsverbauungen errichtet. Zudem erfolgen auch hier bis Ende Juli Aufforstungsmaßnahmen. Am längsten dauern die Arbeiten im Pfaffentobel. Besonders zeitaufwendig ist hier die Erneuerung von bestehenden Felsuntermauerungen. Mit 2200 Laufmeter an neuen Lawinenanbruchsverbauungen sowie 440 Laufmeter Steinschlagschutznetzen bzw. 11.200 Ankern ist dieser Abschnitt der mit Abstand längste der drei.

Hubschrauberflüge nötig

„Die Bauarbeiten finden an Werktagen untertags in der Zeit von 7 bis 18 Uhr statt. Nachtarbeiten bzw. Wochenendarbeiten sind nicht vorgesehen“, heißt es seitens der ÖBB. Aufgrund der extremen alpinen Lage, in der die Arbeiten durchgeführt werden, ist auch der Einsatz von Hubschraubern für Versorgungsflüge und Holzabtransporte erforderlich. Insgesamt investieren die Bundesbahnen rund 4,5 Millionen Euro in die baulichen Schutzmaßnahmen.