Aktionstage unter dem Motto „Schrei nach Liebe“

Vorarlberg / 13.04.2021 • 16:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Wie geht es den Jugendlichen zu Zeiten der Pandemie, wie gehen sie mit ihr um? Diese Fragen stellt man sich bei der Offenen Jugendarbeit Lustenau.OJAL
Wie geht es den Jugendlichen zu Zeiten der Pandemie, wie gehen sie mit ihr um? Diese Fragen stellt man sich bei der Offenen Jugendarbeit Lustenau.OJAL

Offene Jugendarbeit Lustenau geht während Corona auf Jugend zu.

Lustenau In diesem Jahr stehen die 20. Aktionstage der Offenen Jugendarbeit Lustenau im Zeichen der „Veränderten Lebenswelten“ der Jugendlichen. In den Tagen vom 15. bis 17. April wird ein vielfältiges Programm dazu einladen, sich mit dem Thema „Veränderte Lebenswelten“ auseinanderzusetzen. Inhaltlich werden sich die Jugendarbeiterinnen und -arbeiter mit den Eindrücken der Jugendlichen vom letzten Jahr wie auch mit ihrer Gegenwart beschäftigen. Neben kreativem Schreiben von Briefen und Postkarten über Fake-News bis zu hin zu einem World Café sowie einer Ausstellung können Jugendliche aus Lustenau bei diesen Aktionstagen teilnehmen.

Junge Erwachsene stärken

Das Radikalisierungspräventionsprojekt, das sich über mehrere Monate erstreckt, soll aufzeigen, wie junge Menschen das vergangene Jahr erlebt und wahrgenommen haben. Durch die veränderten Lebenswelten wurden die Jugendlichen vor neue Herausforderungen gestellt, die oft nicht leicht für sie waren.

Ziel des Projekts ist es, die jungen Erwachsenen mit ihren Bedürfnissen, Stärken, Schwächen, Grenzerfahrungen und innerer Unruhe, die aus Unzufriedenheit entsteht, wahrzunehmen und unabhängig von Nationalität, Religionszugehörigkeit, sozialer Herkunft oder Geschlecht abzuholen.

Bei den jungen Menschen werde die Thematik der Orientierungslosigkeit immer mehr spür- und somit für die Jugendarbeiterinnen und -arbeiter auch sichtbarer, heißt es von der offenen Jugendarbeit. Sie sehen sich großem Druck ausgesetzt. Druck, ungeachtet der erschwerenden Umstände im sozialen Umfeld, Schule und Arbeitswelt weiterhin funktionieren zu müssen, oft begleitet von dem Gefühl, dies nicht (mehr) zu können. Das Gefühl, nicht genug zu sein, verstärke sich.

Orientierung bieten

Dieses Radikalisierungspräventionsprojekt ist auf diverse Aktivitäten und Aktionen sowie kleinen Veranstaltungen aufgebaut, um der Orientierungslosigkeit, Angst und Ohnmacht entgegenzuwirken. Weiters soll durch intensive Auseinandersetzung verhindert werden, dass die Jugendlichen in Weltverschwörungstheorien Antworten finden.

„Wegen Corona treffe ich weniger Freunde, gebe aber auch weniger Geld aus.“

Wie geht es den Jugendlichen zu Zeiten der Pandemie, wie gehen sie mit ihr um? Diese Fragen stellt man sich bei der Offenen Jugendarbeit Lustenau.OJAL
Wie geht es den Jugendlichen zu Zeiten der Pandemie, wie gehen sie mit ihr um? Diese Fragen stellt man sich bei der Offenen Jugendarbeit Lustenau.OJAL
Aktionstage unter dem Motto „Schrei nach Liebe“

Programm

15. April 14 bis 18 Uhr, Hannes-Grabher-Siedlung, „Kommt ein Brieflein geflogen“, OJAL lädt ein, einen Brief oder Postkarten zu schreiben.

16. April 14 bis 18 Uhr,Mädchencafé, „Fake oder Mythos?“, werde zum Lügendetektiv und finde die Wahrheit  über Corona heraus.

16. April Jugendplatz „Ungehört? Unerhört.“ Jugendlichen eine Stimme geben.

   

17. April 14 bis 18 Uhr, Jugendtreff Oase „World Café“, wie geht es euch mit Corona? Was ist positiv, was ist negativ? Wovor hast du Angst?

15 bis 17. April jeweils von 14 bis 18 Uhr, Jugendplatz, Wanderaustellung,

Kunstwerke von Jugendlichen