Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum

Vorarlberg / 13.04.2021 • 16:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Landesrat Marco Tittler, Sarah Rinderer, Abteilungsvorstand Lorenz Schmidt, Katharina Ralser und Bgm. Dieter Egger (v.l.).yas (2)
Landesrat Marco Tittler, Sarah Rinderer, Abteilungsvorstand Lorenz Schmidt, Katharina Ralser und Bgm. Dieter Egger (v.l.).yas (2)

Literarische Interventionen am Hohenemser Schlossplatz.

Hohenems Die Abteilung Raumplanung der Landesregierung startete am Montag im Zentrum von Hohenems eine Reihe literarischer Interventionen an öffentlichen Plätzen. Über das Erzählen von Bild-Geschichten sollen Vorarlbergerinnen und Vorarlberger für die Bedeutung und Wirkung des Raumes sensibilisiert werden. Die Bushaltestelle am Hohenemser Schlossplatz fungiert dabei als erster Schauplatz der längerfristig angelegten Interventionsreihe.

Neben der kreativen Gestaltung der Haltestelle soll auch mit vielfältigen Begleitaktionen und multimedialen Angeboten das Bewusstsein für die Alltagsrelevanz von Ortskernen, öffentlichem Raum und Raumnutzung geschärft und zum Nachdenken und Mitwirken angeregt werden. „Ortskerne knacken“ lautet der Titel dieser ersten Raum-Bild-Geschichte. „Es geht darum, die Menschen einzubinden und sie zum Mitmachen und zur Auseinandersetzung mit Wert und Funktionen öffentlicher Räume zu bewegen“, sagte bei der Einweihung am Montag Raumplanungslandesrat Marco Tittler.

Das Medium Sprache

Über das Medium Sprache schafft die Bregenzer Autorin Sarah Rinderer fiktive literarische Sequenzen, die sich langfristig in Form von Miniaturgeschichten innerhalb Vorarlbergs durch die Regionen und öffentlichen Räume erzählen und dabei unterschiedliche ortsrelevante Themen der Raumplanung thematisieren. Zum Einsatz kommt das Stilmittel des Graphic Novel, quasi ein literarisches Comic, dessen Bildsprache immer wieder selbst mit der pointierten Darstellung von Räumen arbeitet. Von der Hohenemser Illustratorin Katharina Ralser, Trägerin des European Design Awards, werden die Texte in eine poetische Bildsprache im Sinne einer Graphic Novel übersetzt. „Unser Projekt erzählt dazu über das Genre kleine Geschichten, die ungewöhnliche Raumerfahrungen ermöglichen“, erläuterte Frauke Kühn, Kulturmanagerin und Geschäftsführerin von literatur:vorarlberg netzwerk.

Der Start in Hohenems soll zeigen, dass der private wie der öffentliche Raum zur spannenden Welt werden kann, wenn Literatur und Kunst ihn einfallsreich in Frage stellen und seine gegebenen Gesetzmäßigkeiten aufbrechen. Im Sommer, Herbst und Winter sind weitere Interventionen in Hohenems geplant und langfristig sollen ähnliche Aktionen in abgewandelten Formen an anderen Orten in Vorarlberg umgesetzt werden. yas

„Das Projekt erzählt Geschichten, die ungewöhnliche Raumerfahrungen ermöglichen.“

Landesrat Marco Tittler, Sarah Rinderer, Abteilungsvorstand Lorenz Schmidt, Katharina Ralser und Bgm. Dieter Egger (v.l.).yas (2)
Landesrat Marco Tittler, Sarah Rinderer, Abteilungsvorstand Lorenz Schmidt, Katharina Ralser und Bgm. Dieter Egger (v.l.).yas (2)