Der richtige Dreh

Vorarlberg / 13.04.2021 • 20:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Rhomberg Gruppe setzt auf zukunftsweisende Kreislaufwirtschaft.
Die Rhomberg Gruppe setzt auf zukunftsweisende Kreislaufwirtschaft.

Mit dem Ressourcen-Center Rheintal setzt Rhomberg auf Kreislaufwirtschaft.

BREGENZ Ein wichtiger Baustein für die wohnortnahe Versorgung der Vorarlberger Bevölkerung mit Baumaterialien und anderen Rohstoffen ist das Ressourcen-Center Rheintal (RCR) von Rhomberg. Damit dies unabhängig von der Fortführung des lokalen Steinbruchs so bleibt, wird ein nachhaltiger Ansatz verfolgt: jener der lückenlosen Kreislaufwirtschaft.

Rohstoffe werden nicht nur durch Abbau gewonnen, sondern zunehmend durch Recycling, Upcycling und Urban Mining. Das heißt, dass bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden sollen. Die Materialien erhalten einen neuen Lebenszyklus und Abfall wird auf ein Minimum reduziert. „Wir halten mehr Rohstoff im Kreislauf, erhöhen die Versorgungssicherheit in Vorarlberg, nehmen Druck von der Umwelt und schonen zudem unser Klima“, bringt es Rupert Grienberger, Geschäftsführer bei Rhomberg Bau für die Bereiche Bau und Ressourcen, auf den Punkt: „Denn der beste Abfall ist kein Abfall!“

Viele Sekundärrohstoffe

Schon heute gewinnt Rhomberg bis zu 50 Prozent seiner Baustoffe aus recycelten Sekundärrohstoffen. Ziel des RCR ist es nun, durch neue Technologien mit weniger Energieverbrauch die Qualität und die Menge der aufbereiteten Rohstoffe zu steigern.

Kreislaufwirtschaft ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. So erhalten die Materialien einen neuen Lebenszyklus, das bedeutet, dass Abfälle auf ein Minimum reduziert werden. Am Ende der Lebensdauer eines Produkts bleiben die Ressourcen und Materialien so weit wie möglich im Wirtschaftskreislauf. Sie können immer wieder produktiv genutzt werden, um weiterhin Wertschöpfung zu generieren. Im Urban Mining ist eine Stadt oder Gemeinde nichts anderes als ein wertvolles Rohstofflager – Straßen und Gebäude werden dabei als „Lagerstätten“ betrachtet. Das dort erhaltene Material wie Beton, Asphalt, Steine, Bauschutt, Metalle, Glas, Papier oder Mischkunststoffe werden erfasst, um es künftig wiederzuverwenden, anstatt alles einfach abzureißen und zu entsorgen. VD

„Unser Ressourcen-Center ist ein echtes Zentrum für Kreislaufwirtschaft.“