Hausärzte stehen für Covid-Impfung bereit

Vorarlberg / 13.04.2021 • 05:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Noch sind die niedergelassenen Ärzte vor allem in den Impfstraßen aktiv. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
Noch sind die niedergelassenen Ärzte vor allem in den Impfstraßen aktiv. VN/Steurer

Start könnte wie in Wien bereits kommende Woche erfolgen.

Dornbirn Kolleginnen und Kollegen in der deutschen Nachbarschaft und bald auch in Wien haben sie schon, die Lizenz zum Impfen. Die niedergelassenen Ärzte in Vorarlberg müssen noch darauf warten. Dem Vernehmen nach soll es aber nicht mehr allzu lange dauern. Wie in der Bundeshauptstadt geplant, könnte auch der Start in Vorarlberg kommende Woche erfolgen. Wie mehrfach berichtet, hat die Ärztekammer bereits erhoben, wie viele niedergelassene Mediziner bereit wären, ihre Praxen für Impfungen zu öffnen. Auch Robert Spiegel, Impfkoordinator der Ärztekammer, ließ unlängst verlauten: „Wir sind schon in der Vorbereitung, dass wir Impfungen bald auch im niedergelassenen Bereich anbieten können.“

Logistische Schwerarbeit

Er sieht die Schutzimpfungen gegen Covid-19 in Ordinationen zwar in erster Linie als Ergänzung zu den Impfstraßen, etwa für Menschen, die bettlägerig oder sonst ans Haus gebunden sind, sowie als Angebot für die vom jeweiligen Arzt betreuten Patienten, aber: „Es sollen möglichst viele niedergelassene Ärzte impfen können, wenn sie das wollen.” Die großen Mengen an Impfungen sieht Spiegel aber weiterhin in den Impfstraßen.

So einfach scheint es nämlich nicht, Impfungen in eine Praxis zu verlagern. Da gehe es um sehr viele logistische Dinge, merkte Robert Spiegel an. Es muss vor allem genügend Impfstoff vorhanden sein, die Kühlkette muss passen, das richtige Aufziehen der Dosen will ebenfalls gelernt sein, wobei diesbezüglich Schulungen am Programm stehen, und auch Zeitlimits für die Lagerung der Impfstoffe im Kühlschrank gilt es zu berücksichtigen. „Sobald das alles geht, rollen wir die Impfungen im niedergelassenen Bereich aus“, erklärte Spiegel. Anvisiert war der Beginn des zweiten Quartals, in dem auch größere Impfstofflieferungen angekündigt sind.

Impfstoffzuteilung vom Land

Die Abwicklung würde, wie ebenfalls schon berichtet, über die Plattform der Landeswarnzentrale organisiert. Die Durchführung müsste die impfende Praxis im System dokumentieren. Damit wäre auch die Dokumentation im e-Impfpass gewährleistet. Die Impfstoffzuteilung übernimmt das Land. Der Impfarzt gibt der Landeswarnzentrale konkrete Zeitfenster bekannt und wie viele Personen er in diesem Zeitfenster impfen kann. Zusätzlich erhält jeder Impfarzt eine sogenannte Back-up-Liste mit impfwilligen Personen, die zum Zug kommen, falls Impfstoff übrigbleiben sollte. Laut derzeitigem Stand wären bis zu 10.000 Impfungen pro Woche in den niedergelassenen Praxen möglich, immer vorausgesetzt, es ist genügend Impfstoff vorhanden.