Kurze Verwirrung um Impfcodes

Vorarlberg / 14.04.2021 • 18:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Priorisierungscode geht bei einer Absage des Impftermins nicht verloren. Es gibt mit gewissem zeitlichem Abstand einen neuen Termin. RTS
Der Priorisierungscode geht bei einer Absage des Impftermins nicht verloren. Es gibt mit gewissem zeitlichem Abstand einen neuen Termin. RTS

609 statt 88: Mehr 24-Stunden-Betreuerinnen geimpft als angenommen.

Bregenz Nur ein paar Dutzend 24-Stunden-Betreuerinnen haben sich impfen lassen. Das ergab eine erste Erhebung von Gesundheitslandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) Anfang April. Wenige Tage später darf sie diese mit einer guten Nachricht korrigieren. Statt 88 haben bereits 609 Personenbetreuer und -betreuerinnen einen Impfcode eingelöst, 200 haben sogar schon die zweite Dosis erhalten. Die Erklärung für den rasanten Anstieg: Die kommunizierten Zahlen waren unvollständig und haben sich nur auf die zweite Tranche der Priorisierungscodes bezogen, erklärt Wiesflecker. Zusätzlich zu diesen 500 Codes sind bereits im Vorfeld schon einmal 1000 Codes vergeben und rund die Hälfte eingelöst worden. 

Kein Druck ausgeübt

Die Betreuerinnen sind über die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, informiert, erklärt die Geschäftsführerin des Betreuungspools, Waltraud Bilgeri. Es werde kein Druck auf sie ausgeübt, sondern es liege in ihrer Verantwortung, ob sie sich für eine Impfung entscheiden oder nicht. Bilgeri berichtet wie Wiesflecker davon, dass sich viele bereits in ihrem Herkunftsland impfen ließen. Die meisten Betreuerinnen kommen aus Rumänien, gefolgt von der Slowakei, Ungarn und Serbien. Über den Betreuungspool sind rund 1300 Betreuerinnen in Vorarlberg im Einsatz. Die Turnusse wechseln im Drei-Wochen-Takt.

Code geht nicht verloren

So kann es passieren, dass die 24-Stunden-Betreuerinnen zu ihrem ersten Impftermin nicht im Land sind. „Die Abwicklung ist nicht ganz unkompliziert“, gesteht Wiesflecker. Sie betont allerdings, dass der Priorisierungscode bei einer Absage nicht verlorengehe. „Wir organisieren es so, dass man dann immer wieder eingeladen wird, bis der Termin passt.“ Die Betreuerinnen würden aufgrund ihrer Priorisierungen bei den Impfterminen erneut nach vorne rutschen, auch wenn sie den Termin absagen. Die Vorreihung funktioniere automatisch. „Einfach abwarten“, sagt Wiesflecker. Je mehr Impfstoff vorhanden sei, desto schneller komme ein neuer Termin. VN-ebi