Würdigung eines Multitalents

Vorarlberg / 14.04.2021 • 14:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ferdinand Gassner war ein Motor des Bludenzer Wirtschaftslebens.<span class="copyright">Stadtarchiv</span>
Ferdinand Gassner war ein Motor des Bludenzer Wirtschaftslebens.Stadtarchiv

Das Leben des Ferdinand Gassner war von großem Schaffensdrang geprägt.

Bludenz In Bludenz wurde bisher generell immer darauf geschaut, bei der Benennung von Straßen nach Personen vor allem lokale Personen von Bedeutung heranzuziehen. So auch im Falle der Ferdinand-Gassner-Straße, die sich im Außerfeld nördlich der Fohrenburg befindet.

Der Namenspatron dieser Straße, Ferdinand Gassner (1842–1926), gilt als einer der bekanntesten Bludenzer überhaupt. Er war ein wirkliches Multitalent und hat die Geschichte diverser lokaler Firmen und Fabriken wesentlich mitgeprägt. Als Sohn von Josephine Mutter und Bürgermeister Andreas Gassner wurde er in eine bekannte Familie hineingeboren. Bereits früh stieg er ins Firmengeschäft bei Getzner, Mutter & Cie ein und wurde später sogar zum Teilhaber. Daneben war er auch noch Mitbegründer des Alvierwerks, der Zementfabrik Lorüns sowie der Brauerei Fohrenburg. Letzteres ist wohl auch ein Grund, warum die im April 1930 benannte Straße über der Bierbrauerei nach ihm benannt wurde. Alfons Leuprecht, der den Namen der Straße damals vorschlug, kannte Gassner persönlich und beschrieb ihn als einen Menschen mit einem stark ausgeprägten Schaffensdrang, der sich nie in den Vordergrund dränge. Dies zeichnete Gassner auch in seiner politischen Karriere aus. Um die Jahrhundertwende war er Vizebürgermeister und damit rechte Hand von Bürgermeister Josef Wolf.

Im Zuge der Straßenbenennung richtete Bürgermeister Josef Schmidt ein Schreiben an die Familie Gassner, in dem er die Benennung kundgab und feststellte, Gassner habe „für die Öffentlichkeit Großes geleistet und seine besonderen Fähigkeiten durch viele Jahre in den Dienst der Stadtgemeinde gestellt“. SES