Zuversicht beim Grünen Pass

Vorarlberg / 16.04.2021 • 20:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Europaministerin Karoline Edtstadler streute im
Europaministerin Karoline Edtstadler streute im “Vorarlberg live”-Studio Hoffnung auf Reisefreiheit und Normalität.

Europaministerin Edtstadler über Öffnungsschritte, Reisefreiheit und die Modellregion.

schwarzach „Ich habe mich davon überzeugt, wie schön es ist, wenn die Restaurants offen sind“, sagt Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) in der Freitagsausgabe von „Vorarlberg live“. Das mache Mut und Hoffnung, dass ganz Österreich in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten in eine Art Normalität zurückfinden könne. Die Modellregion sieht Edt-
stadler derzeit nicht in Gefahr. Zwar seien die Infektionszahlen zuletzt gestiegen. „Aber in einem Maß, wie man das erwartet hat.“ Es zeige sich, dass die Menschen bereit dazu seien, sich testen zu lassen, um in der Pandemie Freiheiten wieder ausleben zu können.

Dass Österreich im zweiten Quartal ein vorgezogenes Kontingent von einer Million Biontech/Pfizer-Impfdosen bekommt, bezeichnet Edtstadler „als Schub“ in Richtung Öffnungsschritte. Im „Vorarlberg live“-Studio erwähnt die Ministerin in diesem Zusammenhang auch den Grünen Pass, der Reisen in Europa wieder einfacher machen soll. Alle Vorbereitungen seien daran geknüpft, dass es für die Menschen immer mehr Impfmöglichkeiten gebe. Befragt nach dem Stand des sogenannten digitalen Zertifikats für Geimpfte, Genesene und Getestete, thematisiert Edtstadler zwei Ebenen: Auf der nationalen Ebene sei geplant gewesen, den Grünen Pass im April einzuführen. Allerdings scheiterte im Bundesrat die entsprechende Änderung des Epidemie- und Covid-Maßnahmengesetzes ausgesprochen. Edt-
stadler hofft, dass es im Mai realisiert werden könne. Ähnliches verlautet Außenminister Alexander Schellenberg (ÖVP) auf einen Treffen der deutschsprachigen Außenminister im schweizerischen Lugano: Das Ziel sei, im Sommer durch Impfungen und dem Grünen Pass im Tourismus „einen höchstmöglichen Grad an Normalität wieder zu kriegen“. In Österreich könnte der grüne Pass auch zu einer Art Eintrittskarte für kulturelle Veranstaltungen oder Restaurants werden. Auf europäischer Ebene haben sich die EU-Staaten zuletzt auf eine gemeinsame Position geeinigt.

Mit Blick auf die Bodenseeregion sagt die ÖVP-Politikerin, dass ihr als Europaministerin die Einschränkung der Reisefreiheit „besonders weh“ tue. Die Erfahrung habe aber gezeigt, dass gewisse Einschnitte in der Pandemie notwendig seien. Aktuelle Entwicklungen beim Impftempo und dem grünen Pass erfüllten sie mit Hoffnung „dass wir diese Dinge im Sommer in die Geschichtsbücher verbannen können.“ Ob sie sich selbst mit allen zugelassenen Vakzinen gegen Covid19 impfen lassen würde – auch mit dem zuletzt vielfach in Ungnade gefallenen Impfstoff von AstraZeneca wie Regierungskollege Heinz Faßmann (ÖVP)? „Sofort und auf der Stelle. Ich beneide ihn ein bisschen.“ VN-RAM

„Die Zahlen sind hinaufgegangen, aber in einem Maß, wie man das erwartet hat.“