Biomasse-Heizwerk Damüls wird zukunftsfit

Vorarlberg / 18.04.2021 • 18:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Spatenstich als offizieller Auftakt der Bauphase. Coronabedingt wurde auf Feierlichkeiten verzichtet.
Der Spatenstich als offizieller Auftakt der Bauphase. Coronabedingt wurde auf Feierlichkeiten verzichtet.

Eigentümer investieren 2,1 Millionen Euro in Effizienz, Umwelt und Betriebssicherheit.

Damüls Die Eigentümervertreter der Biomasse-Heizwerk Damüls GmbH & Co KG, darunter die Gemeinde Damüls, die illwerke vkw, die Damülser Seilbahnen GmbH, die Raiffeisenbank Au sowie einige Privatpersonen, trafen im Herbst 2020 eine zukunftsfähige Investitionsentscheidung. Für 2,1 Millionen Euro wird ab Frühjahr 2021 die gesamte Anlagentechnik erneuert. Die Effizienz des Wärmelieferanten wird dadurch gesteigert. Mit dem offiziellen Spatenstich haben nun die Arbeiten begonnen.

Rund ein halbes Jahr Bauzeit

Für die umfangreichen Arbeiten haben die Planer eine Bauzeit von rund einem halben Jahr avisiert, sodass die runderneuerte Anlage im kommenden Herbst wieder verlässlich ihren Dienst versieht und die zahlreichen angeschlossenen Objekte in der Gemeinde versorgt.„Bei unserem Heizwerk sprechen wir von einem unschätzbaren Bestandteil unserer Wärmeinfrastruktur, die unsere Gemeinde seit fast 20 Jahren warm hält. Mit diesen Investitionen sichern wir langfristig die ökologische und nachhaltige Wärmeversorgung von Damüls“, so Bürgermeister Stefan Bischof. „Seit Bestehen konnten über 10,5 Millionen Liter Heizöl durch regionale und nachwachsende Biomasse ersetzt werden.“

„Der Fokus der Erneuerungsmaßnahmen liegt in der Optimierung der Anlagentechnik. Wir ersetzen die gesamte Feuerungs- sowie Rauchgasreinigungsanlage und ergänzen diese durch einen Elektro-Feinstaubfilter. Auf diese Weise können wir sicherstellen, dass der ausgewiesene Luftkurort auch weiterhin mit geringsten Emissionen punkten kann“, erklärt Geschäftsführer Karl Türtscher.

Zukunftsfähiges Konzept

Die Effizienz der Gesamtanlage, die bisher rund 6,5 Millionen Kilowattstunden an Wärmeenergie an ihre Kunden liefert, wird durch die Investitionen noch einmal entscheidend gesteigert. „Durch den Einbau einer Pufferspeicheranlage werden zudem die Leistungskapazitäten für mögliche zukünftige Wärmeabnehmer erhöht. Eine zunehmend erhöhte Betriebssicherheit hat maßgeblich zur Investitionsentscheidung beigetragen“, so Paul Sinz, Projektleiter vom Bereich Wärmeservices der illwerke vkw.

Biomasse immer wichtiger

Als Pionieranlage in Vorarlberg nutzt das 2003 errichtete Heizwerk die Ressource Holz bereits seit 17 Jahren. Biomasse wird mittelfristig der wichtigste Wärmeenergieträger im Land sein und das Heizwerk in Damüls sichert auf diese Weise nicht nur die ökologische und nachhaltige Wärmeversorgung der Gemeinde, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zur Energieautonomie Vorarlbergs.