„Ich diene dort, wo ich hingeführt werde“

Vorarlberg / 18.04.2021 • 18:21 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Pater Maxentius sieht mit Freude auf sein silbernes Priesterjubiläum, das für den 26. Juni geplant ist.eh
Pater Maxentius sieht mit Freude auf sein silbernes Priesterjubiläum, das für den 26. Juni geplant ist.eh

Guardian P. Maxentius feiert sein 25-jähriges Priesterjubiläum.

Dornbirn Wer Pater Maxentius kennt, weiß, dass er lieber im Hintergrund wirkt. Er liebt die Stille des Klosters. Er macht nicht viel Aufhebens um seine Person. Bei Festlichkeiten zieht er sich gerne zurück. Doch einmal macht er eine Ausnahme – bei seinem 25-jährigen Priesterjubiläum. Am 9. Mai 1996 wurde er in Polen zum Priester geweiht. Nach 25 Jahren seelsorgerischer Tätigkeit möchte er nun sein silbernes Jubiläum in Dornbirn gebührend feiern.

An seine Priesterweihe erinnert er sich gerne zurück. Es ist ein erhebendes Ereignis im geistlichen Leben. Dazu wählte er einen auf ihn maßgeschneiderten Primiz-Spruch, in dem er sich von Gott zum Knecht berufen lässt. Dabei vertraut er auf seine Zusage: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.“ So startete der junge Franziskanerpater als Religionslehrer in seinem Heimatland Polen in das Berufsleben, unterrichtete an verschiedenen Schulen und wirkte in fünf Klöstern als Priester mit, ehe er im Jahr 2006 nach Dornbirn versetzt wurde. Er folgte dem Ruf von Pater Provinzial Adrian, der viele Jahre im Kloster Bludenz wirkte und jetzt Pfarrer in Lech ist.

In Dornbirn gut eingelebt

Mit den Jahren hat sich Pater Maxentius in Dornbirn gut eingelebt. Er wirkt als Priester in verschiedenen Pfarren mit, wie auch in Pflegeheimen und im Dornbirner Krankenhaus. Im Mai 2019 wurde er zum Guardian im Kloster bestellt. Seine Freizeit verbringt der Pater gerne in der Natur, beim Wandern in den Bergen. Er schätzt die Bergwelt, die hier direkt vor der Haustür liegt und ihm zahlreiche Motive zum Fotografieren bietet, erzählt er und weiter: Er bevorzuge die Dornbirner Hausberge Karren und Staufen, und auch das Ebnit habe es ihm angetan. Das Gebiet, das inmitten einer einmaligen Bergkulisse liegt, sieht er als Ausdruck der Schöpfung in Kleinformat. Hier genießt er die Ruhe und auch die Abwechslung vom klösterlichen Leben. Ab und zu streift er das Heimweh ab und fährt nach Polen, um seine Mutter und seine Schwestern zu besuchen.

Jubiläumsfeier am 26. Juni

Die geplante Feier zum Priesterjubiläum am 9. Mai sei pandemiebedingt nicht das beste Datum. Es kommen auch Gäste aus Polen, Deutschland und der Schweiz, für die der Besuch momentan erschwerend sei, meint der inzwischen 52-jährige Priester. Er stellt den 26. Juni in Aussicht. Es ist ein besonderes Datum, nämlich der Namenstag des heiligen Maxentius. Außerdem könne man Anfang Sommer mit wärmeren Temperaturen rechnen. Das biete die Möglichkeit, die Agape und das gesellige Beisammensein nach der Festmesse um 17 Uhr in den Klostergarten zu verlegen. Ebenso wäre die musikalische Umrahmung durch die 60er Musikanten als Traditionsmusik des Klosters gegeben.

Durch die Pandemie sei der Spendenfluss rückläufig, das sei nach der langen Sanierungsphase des Klosters sehr bedauerlich. So sind die Patres wieder für jede Unterstützung dankbar, aber auch für das bisher geleistete große Engagement von allen Seiten. EH

Zur Person

Guardian P. Maxentius
Walczynski OFM

Geboren 11. März 1969 in Polen

Wohnort Franziskanerkloster Dornbirn

Werdegang Volksschule, Gymnasium, Studium der Philosophie und Theologie

Hobbys Bergwandern, Fotografieren

Primiz-Spruch „Du bist mein Knecht, ich habe dich erwählt und dich nicht verschmäht. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.“ (Jes 41, 9–10)